Anbieter zum Thema
Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass es sich auf herkömmlichen Bearbeitungszentren durchführen lässt und weder eine Sondermaschine noch spezielle Aufspannvorrichtungen erfordert. Allerdings muss die Werkzeugmaschine umso stabiler sein, je größer die zu bearbeitenden Werkstücke sind. Anderenfalls kommt es zu beträchtlichen Qualitätseinbußen. Außerdem muss das Ein- und Ausführen des Reibwerkzeugs langsam und präzise erfolgen, da es sonst zu Beschädigungen der Bohrungsinnenwand oder der Schneidkanten kommen kann.
Alle Lagerstellen werden gleichzeitig vor- und fertigbearbeitet
Option 2 zur Feinbearbeitung solcher Bohrungen ist der Einsatz von Reihenbohrstangen. Bei diesem Verfahren stellt sich jedoch die grundsätzliche Frage: Wie können die Schneidkanten und die Führungsleisten durch unbearbeitete Lagerstellen mit kleineren Durchmessern geführt werden?
Die Werkzeugmaschinenhersteller sind dieser Herausforderung durch konventionelle Reihenbohrstangen mit gegenüber dem Bohrungsenddurchmesser verkleinertem Werkzeuggrundkörperdurchmesser und externem Gegenlager begegnet. Die Bearbeitung erfolgt dabei in folgenden Verfahrensschritten:
- Mittels einer speziellen Vorrichtung wird der Motorblock im Arbeitsraum der Maschine angehoben.
- Die Reihenbohrstange wird durch das Bauteil hindurch in ein externes Gegenlager eingeführt.
- Der Motorblock wird wieder abgesenkt und gespannt.
- Alle Lagerstellen werden gleichzeitig vor- und fertig bearbeitet.
- Der Motorblock wird angehoben und die Bohrstange wird wieder herausgezogen.
(ID:43434648)