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Der Prozess läuft im Einzelnen wie folgt ab:
- Eine Pilot-Reibahle bearbeitet die Lagerstelle 5 (Gegenseite) auf Fertigmaß.
- Das Werkstück wird um 180° gedreht.
- Die asymmetrische Bohrstange wird exzentrisch in das Werkstück eingeführt.
- Die Bohrstange wird auf Bohrungszentrum positioniert.
- Die Lagerstellen 1 bis 4 werden vor- und fertigbearbeitet.
- Das Werkzeug wird exzentrisch aus dem Werkstück herausgefahren.
Bei der Feinbearbeitung mit asymmetrischen Reihenbohrstangen entstehen qualitativ hochwertige Präzisionsbohrungen durch beidseitige Lagerung. Auf teure Vorrichtungen zum Anheben und Absenken des Bauteiles, sowie auf störende Gegenlager oder aufwändige Mechanismen innerhalb des Werkzeuges kann verzichtet werden. Hinzu kommt, dass sich das Werkzeug auf konventionellen Bearbeitungszentren kontaktlos und mit hohem Positioniervorschüben ein- und ausführen lässt. Dadurch wird das Verfahren noch effizienter.
Acht nutzbare Schneidecken pro Schneidkörper
Die Werkzeuge werden mit RI8-Schneidplatten bestückt. Dieses präzise Wendeschneidplattensystem bietet acht nutzbare Schneidecken pro Schneidkörper. Die vordefinierte Schneidenverjüngung ermöglicht dabei hohe Bearbeitungsvorschübe. Der Bohrungsdurchmesser kann mikrometergenau eingestellt werden. Die hohe Spannkraft der kegelförmigen Klemmschraube garantiert dabei Setzungsfreiheit.
Die Schneidplatten sind direkt in den Werkzeuggrundkörper eingebunden. Es werden keine zusätzlichen Einsätze, wie Kurzklemmhalter, verwendet. Negative Effekte, wie die Aufsummierung von Toleranzen, eine unnötige Schwächung des Grundkörpers durch die benötigten Einbauräume, sowie potentielle Fehlerquellen bei der Schneideneinstellung entfallen dadurch komplett. MM
* Carsten Gromoll ist Global Manager Media and Events bei der Kennametal Inc.
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