Zwei prüfende Zeitsparer

Renishaw zeigt Messtaster-Duo für Teileprüfung auf der Werkzeugmaschine

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Ein multifunktionales Oberflächen-Messsystem

Auch die Markteinführung des, wie es heißt, vielseitigen neuen Messtasters RMP400S war Teil des AMB-Auftritts von Renishaw. Diese Messtasterinnovation vereint schaltendes Messen, Scannen und Überprüfung der Oberflächenrauheit in einem einzigen Prüfsystem. Die leistungsstarke Kombination mache den Taster zum bisher vielseitigsten Spindelmesssystem aus der Pliezhausener Messtechnik-„Schmiede“ und sorge für ein ganz neues Erlebnis in Sachen Messeigenschaften. Der Neuling nutzt dazu die patentierte Rengage-Technologie von Renishaw – eine Dehnungsmessstreifen-Methode für hochpräzise Messungen, die eine Wiederholgenauigkeit von 0,25 Mikrometer (2σ) erreicht und eine Oberflächenrauheit Ra von 0,5 Mikrometer erkennen kann. Weiterentwicklungen des Ganzen stünden für geringere Antastkräfte, leichterer und präzisere Scans und für reduzierte Abdrücke auf empfindlichen Werkstückoberflächen. Der RMP400S erweitert laut Renishaw die Messmöglichkeiten an der Werkzeugmaschine, indem er gescannte Daten mit hoher Punktedichte sowohl für die Form- als auch für die Oberflächengüte-Prüfung liefert. Seine Funktionalität unterstütze eine verbesserte Prozesssteuerung direkt in der Maschine und helfe den Technikern so bei der Optimierung der Prüfabläufe.

Die zweite AMB-Neuheit von Renishaw ist der Oberflächen-Messtaster RMP400S. Er kombiniert das schaltende Messen mit dem Scannen und beherrscht auch noch die schonende Prüfung der Oberflächenrauheit von Bauteilen.(Bild:  Renishaw)
Die zweite AMB-Neuheit von Renishaw ist der Oberflächen-Messtaster RMP400S. Er kombiniert das schaltende Messen mit dem Scannen und beherrscht auch noch die schonende Prüfung der Oberflächenrauheit von Bauteilen.
(Bild: Renishaw)

Die Prüfung der Oberflächengüte klappt auch

Michael Seitz, Business Manager im Geschäftsbereich für Werkzeugmaschinenprodukte von der Renishaw, macht die Bedeutung für Hersteller klarer: „Das Scannen mit hoher Punktedichte liefert Anwendern präzise und genaue Maße des Werkstücks für eine verbesserte Rückverfolgbarkeit und Zuverlässigkeit in der Fertigung – zum Beispiel durch Messungen von Rundlauf, Form, Ebenheit, Rauheit und Welligkeit.“ Die Überprüfung der Oberflächengüte, so Seitz weiter, ist ebenfalls in die Scanfunktion des Messtasters integriert. Das ermögliche den Zugriff auf wichtige Informationen zur Oberflächenbeschaffenheit des Werkstücks und helfe dabei, potenzielle Probleme zu erkennen, bevor sie kritisch werden. Seitz fasst zusammen: „Für einige Anwendungen – etwa für die Bearbeitung von Bohrungen respektive Wellen – lassen sich die Funktionen von schaltendem Messtaster, Scannen und Oberflächenprüfung mit einer einzigen Kombination aus Messtaster und Taster nutzen!“

Der direkte Ersatz für taktile Renishaw-Taster

Die Programmierung des RMP400S erfolgt mit der „Inspection Plus“-Software von Renishaw, die sich bei den Anwendern bewährt hat und seit langem global etabliert ist, wie betont wird. Durch die Erweiterung um die Scanfunktion biete sie nun eine breite Palette an Messzyklen. Dadurch lässt sich der RMP400S als direkter Ersatz für bestehende, berührend schaltende Messtaster von Renishaw einsetzen. Die Kompatibilität mit Inspection Plus bedeutet auch, dass der Taster auch über die Software „Set and Inspect“ von Renishaw programmiert werden kann. Das erlaube die einfache Programmierung über eine intuitive Benutzeroberfläche, ohne dass umfangreiche G-Code-Kenntnisse erforderlich seien. Inspection Plus gewährleistet zusätzlich noch die Kompatibilität mit Werkzeugen, um Messprotokolle zu erstellen, wie Renishaw-Central, die Datenplattform für die „intelligente“ Fertigung, die die Nutzung bestehender Berichts- und Arbeitsablaufprozesse ermöglicht.

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