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Entscheidung für Sägeband nicht allein vom Preis abhängig
Metallsägebänder sind Großserienprodukte und viele Hersteller haben die praxisorientierte Erfahrung von zum Teil mehr als 50 Jahren in ihren heutigen Produkten umgesetzt. Daher sollte man sich bei der Kaufentscheidung nicht allein vom Preis des einzelnen Bandes leiten lassen. So kann zum Beispiel ein nur 30 % teureres Sägeband unter Umständen die doppelte Standzeit und/oder eine höhere Schnittleistung liefern.
Sofern nicht der Kundendienst des Lieferanten bei der Auswahl in Anspruch genommen wird, sollte sich der Einkäufer entsprechende Katalogunterlagen zusenden lassen oder im Internet recherchieren. Oft werden nicht nur Sägebänder für die Zerspanung bestimmter Materialien angeboten, wie beispielsweise Amada Sigma insbesondere für Edelstahl, sondern auch für spezielle Anwendungen, wie das Sägen von Rohren oder Profilen (Bild 5).
Anhand der von der Maschine vorgegebenen Abmessungen wie Sägebandbreite und -dicke muss geprüft werden, ob die gewünschte Qualität und Verzahnung in dieser Abmessung erhältlich ist. Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Sägebändern um Großserienprodukte, entsprechend orientieren sich alle Hersteller daran, was technisch sinnvoll ist und wofür ein Markt existiert. Sollte die gewünschte Verzahnung in der gewünschten Abmessung nicht erhältlich sein, kann man auf die nächstgröbere oder -feinere Verzahnung ausweichen. Im Zweifelsfall ist es auch möglich, den Hersteller zu kontaktieren.
Für Sägen schwieriger Werkstoffe ist auch entsprechende Maschine nötig
Jetzt sind alle notwendigen Angaben vorhanden: Sägebandqualität, Sägebandlänge, -breite und -dicke, Verzahnung. Um aber auch schwierige Werkstoffe zu sägen, ist nicht nur das richtige Sägeband nötig, sondern ebenso eine entsprechend leistungsfähige Maschine (Bild 6). Diese sollte über eine ausreichend große Bandbreite, eine stabile Bauweise sowie eine entsprechende Antriebsleistung verfügen. Genauso wie ein Kleinwagen nicht durch die Montage von Hochgeschwindigkeitsreifen zum Rennwagen wird, sollte die Bandsäge zur entsprechenden Anwendung passen.
Um Höchstleistung aus den Werkzeugen und der Maschine zu erzielen, sind weitere Punkte zu berücksichtigen:
- Jedes Werkzeug hat andere Einsatzparameter: Parameter, die mit einem Produkt funktionieren, passen nicht zwangsläufig zu anderen Sägebändern. Deshalb sollten entsprechende Richtwerte beim Hersteller erfragt werden.
- Optimale Einsatzbedingungen schaffen: Neben dem optimalen Maschinenzustand sollten Spänebürsten vorhanden sein und sich im Eingriff befinden. Zudem sollten die Bandführungen nicht zu verschlissen und ausgerichtet sein. Ebenso müssen die Laufräder regelmäßig auf Position und Zustand der Lager geprüft werden.
- Einfluss des verwendeten Kühlschmierstoffes: Zu niedrige Konzentrationen führen zu einem Einbruch der Standzeit.
- Aufzeichnung der Werkzeugleistungen: Erfassen Sie soweit möglich Standzeiten oder Standflächen pro Werkzeug. So lassen sich jederzeit Werkzeuge vergleichen oder frühzeitig Fehler im Sägeprozess erkennen.
- Die Anwendungsberatung des Sägebandlieferanten, des Herstellers der Sägemaschine(n) oder des Kühlschmierstoff-Lieferanten nutzen.
* Utz Fehlau ist Key Account Manager für Sägewerkzeuge bei der Amada Machine Tools Europe GmbH in 42781 Haan
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