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Bei optimaler Verzahnung sind 15 bis 20 Zähne im Eingriff
Eine wissenschaftlich exakte Berechnung ist nicht notwendig, eine grobe Vereinfachung reicht hier völlig aus: Werden beispielsweise drei Rohre in Lage gesägt, ergibt die sechsfache Wandstärke die maximale Eingriffsbreite/-höhe (Bild 3).
Schwieriger ist die Betrachtung von Rechteckprofilen. Hierbei empfiehlt es sich, den Mittelwert aus der Gesamtbreite und der Summe der Wandstärken zu bilden (Bild 4), da die alleinige Betrachtung der Wandstärken oder der Außenflächen zu einer falschen Verzahnungswahl führen würde.
Auf Basis der ermittelten Eingriffsbreite/-höhe lässt sich nun die geeignete Verzahnung nach einer Faustformel ermitteln. Vereinfacht gilt:
- Mindestens 3 Zähne im Eingriff
- Optimal sind etwa 15 bis 20 Zähne
- Über 35 Zähne im Eingriff vermeiden
Die Verzahnung von Sägebändern ist definiert über die Anzahl der Zähne pro Zoll. Es gibt klassische Sägebänder mit einer konstanten Verzahnung, also gleichbleibendem Abstand der Zahnspitzen. Hier ist nur eine Zahl angegeben. Bei der heutzutage am weitesten verbreiteten, variablen Verzahnung finden sich immer zwei Zahlen, wie beispielsweise 3/4. Hier haben die Zähne untereinander unterschiedliche Abstände. Die Angabe der beiden Zahlen informiert darüber, wie viele Zähne pro Zoll bei minimalem beziehungsweise maximalem Abstand vorhanden sind. Um mit diesen Angaben rechnen zu können, bildet man einfach den Mittelwert, das heißt im Falle von 3/4 wäre dieser 3,5.
Ein Berechnungsbeispiel für ein 200-mm-Rundmaterial auf einer horizontalen Bandsäge soll dies verdeutlichen: 200 mm = 200/25,4 ~ 8 Zoll; die optimale Verzahnung liegt bei 20 Zähnen: 20/8 = 2,5 Zoll. Die optimale Verzahnung wäre also 2/3.
Im zweiten Schritt die Sägebandqualität auswählen
Berechnungsbeispiel 6 Rechteck-Hohlprofile in Lage, 80 mm × 80 mm und einer Wandstärke von 10 mm auf einer vertikalen Bandsäge: ((4 × 10 mm) + 160 mm)/2 = 100 mm = 100 / 25,4 ~ 4 Zoll. Die optimale Verzahnung ist bei etwa 20 Zähne im Eingriff = 20 / 4 ~ 5. Ideal wäre daher eine 4/6 Verzahnung.
Gegenkontrolle: Im Bereich der Seitenwände beträgt die Materialstärke insgesamt 40 mm, also etwa 1,6 Zoll. In diesem Bereich wären 5 × 1,6 = 8 Zähne im Eingriff. Dies ist deutlich größer als die geforderten 3 Zähne. Die maximale Höhe beträgt 160 mm beziehungsweise 6,3 Zoll. Es wären also 6,3 × 5 = 31,5 Zähne im Eingriff. Dies liegt noch im Bereich des technisch Sinnvollen.
Nachdem man den grundsätzlichen Sägebandtyp und die geeignete Verzahnung gefunden hat, ist nun zu klären, welche Sägebandqualität man auswählt. Vom Grundmaterial sind die meisten Sägebänder eines Herstellers identisch. Die Unterschiede ergeben sich rein aus der Form und Folge der Zähne sowie der Schränkungsart. Um den Kunden zu entlasten, haben die Hersteller die einzelnen Qualitäten bezüglich ihrer Eignung für bestimmte Werkstoffe oder Anwendungsfälle bereits in ihren Produktunterlagen klassifiziert.
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