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Motek 2019

Roboter auf der Motek 2019

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Über sechsachsige Kraftzwerge, neueste Cobot-Familienzuwächse, Roboter für die Kleinmontage und preisgekrönte Highspeed-Roboter - sie alle und noch viele mehr finden ihre Bühne auf der Motek 2019.

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Mit dem UR16e deckt Universal Robots den bestehenden Bedarf an einem kollaborierenden Roboter, der auch Aufgaben mit hoher Traglast zuverlässig und effizient ausführt.
Mit dem UR16e deckt Universal Robots den bestehenden Bedarf an einem kollaborierenden Roboter, der auch Aufgaben mit hoher Traglast zuverlässig und effizient ausführt.
(Bild: Universal Robots)

Nachi (Halle 7, Stand 7330) präsentiert in Stuttgart einen sechsachsigen Mini-Kompaktroboter, der bei 350 mm Reichweite 1 kg schwer trägt. Um auf kleinsten Stellflächen und in engen Räumen – zum Beispiel in Sondermaschinen zur Montage und zum Verpacken oder an Montagearbeitsplätzen – die Vorteile höchster Flexibilität sechsachsiger Knickarmroboter nutzen zu können, hat der japanische Hersteller Nachi nunmehr seinen Mini-Kompaktroboter MZ01 verwirklicht. Seine Bauart in Armen und Gelenken entspricht den größeren Universalrobotern MZ des japanischen Herstellers. Als kleinste Variante ergänzt er das Portfolio von Nachi. Nur 10 kg leicht trägt der Mini-Kompaktroboter MZ01 bis 1 kg schwere Lasten bei 350 mm Reichweite.

Er kann auf 0,02 mm wiederholgenau positionieren. Damit eignet er sich beispielsweise, kleine Werkstücke unter anderem in Montageanlagen aufzunehmen, zu orientieren und einzulegen. Wegen seines kompakten Aufbaus und seines niedrigen Gewichts lässt er sich problemlos auf solchen Anlagen installieren. Er kann wahlweise stehend oder hängend angeordnet werden. Dabei benötigt er nur 100 mm × 15 mm Stell- beziehungsweise Montagefläche. Mit Schwenkgeschwindigkeiten zwischen 320 und 600 °/s arbeite er äußerst schnell. Wie bei seinen größeren „Brüdern“ der Reihe MZ sind bei ihm die Leitungen und Kabel innen geführt. Das vermeidet Kollisionen und vereinfacht das Programmieren kollisionsfreier Bewegungen speziell in beengten Räumen.

Universal Robots in Halle 7, Stand 7301

Universal Robots stellt die nächste Innovation und das neueste Mitglied seiner Cobot-Familie vor: den UR16e. Mit einer Tragkraft von 16 kg ergänzt das Modell das bestehende Portfolio und ist ab sofort weltweit verfügbar. Der UR16e kombiniert seine hohe Tragkraft mit einer Reichweite von 900 mm und einer Wiederholgenauigkeit von ± 0,05 mm. Diese Eigenschaften machen ihn zu einer geeigneten Lösung für die Automatisierung von Aufgaben mit schweren Lasten ohne Schutzzaun, etwa in den Bereichen Handhabung oder Maschinenbestückung. „In der Unsicherheit des gegenwärtigen Wirtschaftsklimas brauchen die Fertigungsbetriebe Lösungen, die ihnen auf Jahre hinaus Wettbewerbsfähigkeit bieten“, sagt Jürgen von Hollen, Präsident von Universal Robots.

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Ermöglicht wird der Fortschritt durch die Modellreihe e-Series, welche Universal Robots letztes Jahr eingeführt hat. Auf ihrer Basis wurde auch der UR16e entwickelt. Er verfügt über den gleichen Technologiestandard wie die e-Series Cobots UR3e, UR5e und UR10e: hohe Feinfühligkeit durch einen ins Handgelenk integrierten Kraftmomentensensor, 17 konfigurierbare und vom TÜV Nord gemäß EN ISO 13849-1 mit PLd Kat. 3 sowie gemäß EN ISO 10218-1 zertifizierte Sicherheitsfunktionen sowie eine intuitive Nutzeroberfläche, in der sich auch unerfahrene Anwender schnell zurechtfinden. Der Markteintritt des UR16e sei das nächste Kapitel in einer mehr als zehnjährigen Geschichte von Innovationen. Der erste kollaborierende Roboter von Universal Robots kam 2008 erstmals auf den Markt.

Denso Robotic in Halle 7, Stand 7210

Für Denso Robotics steht auf der Motek unter anderem die sichere Mensch-Roboter Kollaboration (MRK) im Mittelpunkt. Denso Robotics präsentiert mit Cobotta einen kompakten, nutzerfreundlichen und sicheren Roboter für die Kleinmontage. Pünktlich zur Messe ist Cobotta jetzt auch alternativ mit einem Vakuum-Greifer (das Vakuum wird direkt am Endeffektor erzeugt) sowie einem Fieldbus-Adaptor (Profi-Net, Ether-CAT, Ethernet IP) lieferbar.

Die hohen Sicherheitsstandards überzeugten den TÜV Rheinland, den Roboter als Serienmodell im Markt gemäß der umfassenden ISO Normen für Industrieroboter und kollaborative Roboter zu zertifizieren. Cobotta zeichne sich durch ein inhärent-sicheres Design (Leichtbauarm ohne scharfe Kanten und Quetschstellen, minimal mögliche Kräfte und Drücke) sowie „funktionale Sicherheit“ aus, das heißt, Drehmomente und Geschwindigkeiten aller Achsen werden kontinuierlich sicher überwacht.

Der Cobotta in Aktion

Auf der Motek wird Cobotta in drei Anwendungen präsentiert. 1. Canon Vision: ein Bilderkennungssystem, das flexibles Erkennen und Handling unterschiedlicher Teile ermöglicht. 2. Spoon – Interactive characters: ein intelligentes Kommunikations-Tool, das Gesichtsausdrücke und Gesten analysiert und durch die Beweglichkeit des Cobotta eine interaktive Kommunikation mit Menschen ermöglicht. 3. Mini-Eyefeeder: Der kompakte und einfach programmierbare Cobotta lässt sich unkompliziert in Systeme wie den Mini-Eyefeeder integrieren.

Yaskawa in Halle 7, Stand 7205

Bei Yaskawa stehen MRK-fähige Hybridroboter, kompakte Highspeed-Roboter sowie innovative Programmier- und Bedienkonzepte im Fokus. Eine Showzelle illustriert die Potenziale eines Motoman HC10 beim Palettieren: Der MRK-fähige Hybridroboter kann einfach und platzsparend in schutzzaunlose Sicherheitskonzepte integriert werden. Dabei lässt er sich besonders schnell und flexibel an verschiedene Pick-and-Place-Anwendungen anpassen, denn die Programmierung könne über den Roboterarm und durch den Einsatz des Smart Pendants erfolgen. Möglich machen dieses „Easy Teaching“ zusätzliche Funktionstasten in der Nähe des Flansches. In der Showzelle kann ein sicheres Umschalten zwischen Industriegeschwindigkeit und kollaborierender Geschwindigkeit beim Einsatz von externer Sicherheitstechnik zur Maximierung des Outputs beitragen.

Smart Pendant für Handlingroboter

Mit dem neuen Smart Pendant stellt Yaskawa die Programmieroption der neuesten Generation vor. Das Smart Pendant folgt der heute modernen Bedienstruktur eines Smartphones und ist für alle Handlingroboter mit den Steuerungen YRC1000 und YRC1000micro verfügbar. Vom Hauptmenü beginnend wechselt man intuitiv zwischen den Untermenüs, da diese in einer bestimmten, leicht nachverfolgbaren Reihenfolge aufgelistet werden. Damit ermögliche das Smart Pendant den schnellen Zugriff auf alle Roboterfunktionen. In einer weiteren Showzelle erledigen zwei leichte Highspeed-Roboter vom Typ Motomini gemeinsam komplexe und hochpräzise Handlingaufgaben.

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