Windkraft-Produktion

Roboter schleifen Rotorblätter für Windkraftanlagen

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Diese Aufgabe ist nicht angenehm und sie ist darüber hinaus gesundheitsschädlich, denn die verwendeten Kunststoffharze enthalten Styrol, das beim Schleifen wieder freigesetzt wird und die Schleimhäute reizt. Deshalb schleift man kleinere GFK-Komponenten grundsätzlich in speziellen Kabinen mit wirkungsvoller Absaugung.

Schleifen von Windkraftanlagen-Flügeln wird deutlich einfacher

Bei den großen Rotorflügeln wird direkt am Werkzeug abgesaugt, wobei der Werker immer gezwungen ist, mit Atemschutzmaske zu arbeiten. Auf diesen Aufwand beziehungsweise diese Gefährdung kann man bei dem neuen Fertigungskonzept verzichten.

Bei der Konzeption der Anlage, der Konfiguration der „Hardware“ und der Programmierung der Software konnte GDC Consulting auf umfassende Erfahrungen bei der Entwicklung von robotergestützten Automatisierungssystemen in unterschiedlichsten Branchen – von der Solartechnik bis zum Flugzeugbau – zurückgreifen.

Bei einem einzigen Flügel einer 2,5-MW-Windkraftanlage kann man nach Angaben von GDC auf diese Weise etwa 50 bis 70% der Produktionskosten einsparen und Rotoren mit nahezu identischen Flächen oder Außenkonturen herstellen. Ein Hersteller, der diese Technik nutzt, profitiert also von einer deutlich schnelleren Produktion und entsprechend höherem Durchsatz – und die Flügel weisen aufgrund des Abgleichs von CAD-Daten und realen Abmessungen eine reproduzierbare Qualität auf. Das erleichtert das „Matching“ von Rotorblättern, die exakt gleiche Konturen und Laufeigenschaften aufweisen müssen, wenn sie in einer Windkraftanlage arbeiten.

Roboter besäumen und lackieren auch Windkraftanlagen-Rotorblätter

Ein weiterer Vorteil der robotergestützten Automatisierung besteht darin, dass sich das gleiche Prinzip auch für das Besäumen (Kantenbeschneiden) und die Lackierung der Rotorblätter nutzen lässt – das macht die Investition nochmals wirtschaftlicher.

Das Interesse von Unternehmen der Windkraftbranche, denen GDC Consulting eine erste Versuchsanlage für Rotorsegmente vorgestellt hat, war sehr groß, weil tatsächlich erstmals eine unangenehme Wiederholarbeit automatisiert wurde und eine wirtschaftliche Amortisation der Anlage zu erwarten ist.

Eine Fertigungsstation für komplette Windkraft-Rotoren wird zurzeit geplant

Zurzeit wird eine größere Fertigungsstation für komplette Rotoren geplant, die bei einem Windkraftanlagen-Hersteller beziehungsweise einem Rotorblatthersteller installiert werden soll. Das aber ist nur der erste Schritt für die Komplettautomatisierung der Windkraftanlagen-Fertigung.

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