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Möglich macht dies ein Echtzeit-Datenaustausch von Soll- und Istwerten zwischen der Motoman-X100-Robotersteuerung von Yaskawa und bis zu vier SKS-Schweißsystemen über die serielle Schnittstelle UNI5-C und ein RWDE-Protokoll (Robot Welder Data Exchange). Damit ist es möglich, die Leistung der Schweißstromquellen an die aktuelle Geschwindigkeit des Roboters anzupassen.
Roboterschweißsystem schafft jetzt konstante Einbringung der Streckenenergie
Die eingebrachte Streckenenergie bleibt dadurch unter allen Bedingungen konstant, was sich in einem homogenen, konstanten Einbrand und einer einheitlichen Optik an allen Punkten der Schweißnaht niederschlägt – selbst an Problemstellen mit starker Umorientierung des Brenners.
Weitere Vorteile sind ein geringerer Verzug sowie weniger Gefügeveränderungen auch bei Standard-Schweißanwendungen. Mit Synchroweld lassen sich nicht nur Schweißnähte in bis dato unerreichter Qualität realisieren, der Anwender hat auch eine enorme Arbeitserleichterung sowie eine signifikante Zeitersparnis. Denn auch für komplizierte Nahtgeometrien werden nur ein einziges Schweißprogramm und eine einzige Schweißgeschwindigkeitsvorgabe benötigt.
Sollvorgaben und Istwerte werden vom Roboterschweißsystem dokumentiert
Selbst die Verwaltung und die Dokumentation profitieren von der engen Verbindung zwischen Roboter und Schweißanlage. So dokumentiert Synchroweld neben den Sollvorgaben auch die Istwerte und die tatsächlichen Schweißgeschwindigkeiten.
Bei konventionellen Systemen wird die Schweißgeschwindigkeit ausschließlich im Roboterprogramm verwaltet. Jetzt läuft die gesamte Dokumentation mit Soll- und die Istwerten über sogenannte Logfiles. Über Scanner können den Logfiles konkrete Bauteilnummern zugeordnet werden. Somit lassen sich die Daten auch für die Rückverfolgbarkeit – neudeutsch: Traceability – von Teilen eindeutig zuordnen.
Kunden mit Roboterschweißsystem sehr zufrieden
Die Erfahrungen der ersten Kunden bestätigen die hohen Erwartungen. Das Verfahren hat sich in verschiedenen Anwendungen bestens bewährt. Die Kunden sind sehr zufrieden und sprechen von einer bis dato unerreichten Qualität bei einem transparenten und lückenlos dokumentierten Prozess. Insbesondere die Kunden aus dem Automobilbereich sehen in dem Verfahren einen echten Quantensprung, der sie vor allem in puncto Qualität und Stabilität des Prozesses deutlich nach vorne gebracht hat. Und das ohne Zusatzkosten.
Auch bei Yaskawa sieht man in Synchroweld einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Bei bestimmten Applikationen, bei denen es auf hohe Qualität und hundertprozentige Dokumentation ankommt, ist dieses Verfahren momentan konkurrenzlos und für den Anwender ein echter Vorteil. Weiterer Pluspunkt: Es verursacht keinen zusätzlichen Aufwand bei den Anlagen und ist damit kostenneutral.
* Dipl.-Ing. Ralf Högel ist Fachjournalist in 86391 Stadtbergen. Patrick Haber ist Leiter Vertrieb General Industry Roboteranlagen bei der Yaskawa Europe GmbH, Robotics Division, in 85391 Allershausen
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