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Robotik

Robotergestützte Montage von Schraubverbindern

| Autor/ Redakteur: Ralf Högel / Rüdiger Kroh

Die automatische Montage und Verpackung von Schraubverbindern in 64 Produktvarianten stellte einen Anlagenbauer vor einige Herausforderungen. Eine Anlage mit zehn Automatikstationen und vier Robotern erfüllte schließlich alle Vorgaben hinsichtlich Flexibilität, Taktzeit und Verfügbarkeit – und all das unter restriktiven Platzverhältnissen.

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(Bild: Ralf Högel)

Dass gerade die Dosier- und Prüftechnik GmbH, kurz D+P, den Zuschlag zum Bau der Anlage erhielt, ist alles andere als Zufall. Das Unternehmen hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1986 auf die Bereiche Dosieren, Prüfen und Montieren konzentriert. In den vergangenen Jahren verstärkte man zudem das Engagement im Sondermaschinenbau. Bei der automatisierten Montage von Schraubverbindern für Energieverteilsysteme waren genau die D+P-Kernkompetenzen gefragt. Prinzipiell geht es darum, in sogenannte Grundkörper Messingeinsätze einzuschrauben. Dabei spielen die Schraubmontage, die genaue Befettung sowie jede Menge Prüftechnik die entscheidende Rolle.

64 Produktvarianten erfordern flexible Anlage

Tatsächlich entpuppte sich diese Aufgabenstellung als große Herausforderung, wie D+P-Geschäftsführer Tobias Faaß betont: „Zum Einen mussten wir ein Höchstmaß an Flexibilität erreichen, um alle 64 Produktvarianten abdecken zu können. Gleichzeitig musste die Anlage sehr platzsparend gehalten werden, da mit 40 m2 nur relativ wenig Produktionsfläche zur Verfügung stand. Mit einem durchdachten Konzept und dem Einsatz von vier kompakten Stäubli-Robotern konnten wir die Kundenwünsche lösen.“

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Der Blick auf das Produktspektrum der Schraubverbinder unterstreicht die Anforderungen an die automatisierte Montage. Die einzelnen Varianten unterscheiden sich erheblich voneinander. Die Abmessungen der Grundkörper reichen von 30 bis 300 mm Länge bei Durchmessern von 20 bis 60 mm. Hinzu kommen unterschiedliche Ausführungen hinsichtlich Form und Bauweise. Nur die eigentliche Montageaufgabe ist in jedem Fall die gleiche: In die Grundkörper sind Messingeinsätze mit exakt definierter Einschraubtiefe einzusetzen.

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