Mess- und Prüftechnik Robust und genau

Redakteur: Güney Dr.S.

Ein typischer Sondermaschinenbauer ist die Rema Maschinenbau- und Handels GmbH aus Herzebrock-Clarholz. Der Bestseller des Unternehmens ist die Drehmaschine Cyber 510 SL, von der pro Monat etwa neun Maschinen ausgeliefert werden. ...

Anbieter zum Thema

Ein typischer Sondermaschinenbauer ist die Rema Maschinenbau- und Handels GmbH aus Herzebrock-Clarholz. Der Bestseller des Unternehmens ist die Drehmaschine Cyber 510 SL, von der pro Monat etwa neun Maschinen ausgeliefert werden. Dabei ist nahezu jede Maschine auf die jeweiligen Erfordernisse der Kunden maßgefertigt, also ein Unikat. Das „SL“ in der Typenbezeichnung steht für die stufenlose Drehzahlregelung der Maschine, wobei die Drehzahl elektronisch und über eine elektrische Bremse geregelt wird. Außerdem zeichnet sich die Maschine durch ihre Werkzeugmacher-Genauigkeit, den großen Spindeldurchlass von 82 mm und ihre Laufruhe aus. Der Antriebsmotor mit 5,5 kW kommt von Siemens und die Elektrik ist aus deutscher Entwicklung, ebenso der 11-kW-Frequenzumformer. Leit- und Zugspindel sind mit einer sinnvollen Abdeckung versehen.Was nicht an dieser Maschine aus Deutschland stammt, das ist das hochpräzise Linearmess-System Spherosyn und das Digitalanzeigesystem der Baureihe DP8 mit seiner hochanspruchsvollen Anzeigeeinheit. Beides wird vom englischen Hersteller Newall zugeliefert. Die Anzeigeeinheit erfüllt hinsichtlich ihrer Funktion und auch vom Design her alle Erwartungen an ein modernes, anspruchsvolles Mess-System. Auch das Linearmess-System Spherosyn setzt neue Maßstäbe. Norbert Reckord, Rema-Geschäftsführer: „Wir haben uns für das Mess-System von Newall entschieden, weil es gegenüber anderen Systemen die absolut beste Einsatzfähigkeit ausweist, und zwar unter allen Bedingungen. Öl, Emulsionen, Späne, Staub und anderer Schmutz können diesem System nichts anhaben. Das ist bei anderen Systemen nicht der Fall. Das konnten wir in ausreichenden Tests und natürlich auch in der Praxis bei Kunden feststellen. Wir bieten qualitativ hochwertige Maschinen an und brauchen auch Mess-Systeme, die problemlos arbeiten. Wir setzen Newall schon seit 1997 ein und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Von unseren Anwendern bekommen wir keinerlei Beanstandungen. Ein weiterer Pluspunkt für Newall ist die fünf Jahre „Garantie“.Das physikalische Messverfahren von Newall ist bereits seit gut 20 Jahren auf dem Markt und weltweit zigtausendfach erfolgreich erprobt. Die deutschen Werkzeugmaschinenbauer zeigten sich gegenüber diesem verblüffend einfachen, aber doch hochgenauen, zuverlässigen, schmutzunempfindlichen und praktisch unzerstörbaren System in der Vergangenheit recht skeptisch. Sie gaben klassischen Mess-Systemen, beispielsweise mit Glasmaßstäben, den Vorzug. In jüngster Zeit erkannte man jedoch mehr und mehr die Vorteile des Newall-Systems. Einer der großen Vorteile der Newall-Mess-Systeme liegt vor allem in der einfachen Anbaumöglichkeit. In den meisten Fällen kann er sogar von den Maschinenbetreibern selbst durchgeführt werden. Nimmt man beispielsweise einen Maßstab von 2 m Länge wird bei Newall zunächst der Lesekopf auf einer Länge von nur 120 mm parallel zur Achse befestigt. Im Vergleich: Ein Glasmaßstab muss über die Gesamtlänge von 2000 mm parallel montiert werden. Beim Newall-System wird jetzt nur noch der Maßstab durch den Lesekopf geschoben und in der Endposition des Maschinenverfahrweges verschraubt. Weil die Befestigungen in jeder Achse verstellbar sind, werden weder parallele noch rechtwinklige Flächen benötigt.Ein Zerkratzen oder gar Zerbrechen, wie bei Glasmaßstäben, ist ausgeschlossen. Zudem ist das Mess-System unempfindlich gegen Schock (bis 100 g) wie gegen Vibrationen von 55 bis 2000 Hz, benötigt keine regelmäßige Wartung und ist aufgrund der Schutzart IP67 in flüssigen Medien voll versenkbar. Anwendern stehen Verfahrgeschwindigkeiten bis zu 20 m/s zur Verfügung.Mit der auch an der Cyber 510 SL eingesetzten Newall-Digitalanzeigeeinheit DP8 verbessert sich die Positionssicherheit erheblich.Sie ermöglichst auch die zuverlässige Reproduzierbarkeit, wodurch sich die Werkstücke schneller und noch genauer bearbeiten lassen, Parallaxefehler oder Umkehrspieleinflüsse werden vermieden und vor allem - durch ein direktes Mess-System lassen sich in der Fertigung die Werkstücke deutlich schneller und genauer bearbeiten, ein nicht unerheblicher Kostenvorteil.Sicherlich gibt es photoelektrische Mess-Systeme, die genauer arbeiten als das Newall-System. Doch wann wird eine höhere Genauigkeit von ±5 µm auf 1 m Länge benötigt? Diese Genauigkeit wird von dem induktiv arbeitenden System allerdings immer erreicht, selbst bei höheren Temperaturschwankungen. Denn das beste Ergebnis wird immer dann erzielt, wenn Maschine, Werkstück und Maßverkörperung ein weitestgehend identisches thermisches Verhalten haben.Aus dem Temperaturverhalten resultuiert: Bei einer Temperaturveränderung von 10 °C zur Kalibriertemperatur von 20 °C ergibt sich bei einem Glasmaßstab ein temperaturbedingter Fehler von 40 µm/m in Verbindung mit einer aus Stahl/Eisen bestehenden Maschine. Weil das Newall-Mess-System das identische Temperaturverhalten wie etwa Stahl und ähnliche Werkstoffe hat, ist immer eine Genauigkeit von ±5 µm gewährleistet. Newall liefert somit Auflösungen bis 0,5 µm.

Artikelfiles und Artikellinks