Beschichtungs-Know-how Rohrmuffen nach allen Regeln der Kunst vollenden

Redakteur: Peter Königsreuther

Venjakob Maschinenbau hat für einen russischen Pipelinehersteller eine automatisierte Beschichtungsanlage konzipiert, die mehr kann, als nur beschichten –„Muffensausen“ im positiven Sinn, also!

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Venjakob hat jetzt eine multifunktionale Rohrmuffenbeschichtungs-Anlage entwickelt, die vollautomatisch arbeitet. Sie beherrscht das Lackieren (Bild), das Markieren sowie das Signieren, heißt es.
Venjakob hat jetzt eine multifunktionale Rohrmuffenbeschichtungs-Anlage entwickelt, die vollautomatisch arbeitet. Sie beherrscht das Lackieren (Bild), das Markieren sowie das Signieren, heißt es.
(Bild: Venjakob Maschinenbau)

Bisher hatte OMK Vyksa aus Russland einen Teil der benötigten Rohrmuffen für die Herstellung seiner Rohre extern beschafft, heißt es. Das war den Experten aber irgendwann zu umständlich. Um das zu ändern, baute Vyksa eine moderne Fertigungsstraße zur Herstellung von Rohrmuffen auf, aus der alles aus einer Hand kommen sollte.

Selbermachen ist oft besser, als zukaufen...

In die dafür neu gebaute Fertigungshalle fügen sich außerdem zwei vollautomatische Venjakob-Beschichtungslinien ein, die Rohrmuffen auf einer Fläche von 15,8 m × 29 m lackieren, signieren und markieren können. Der komplette Fertigungsprozess von Rohrmuffen findet nun in nur einer Fertigungshalle statt. Bei der Projektierung der neuen Anlagentechnik war es den Russen wichtig, dass alle Herstellungsprozesse in einer Halle integriert werden können. „Denn kurze Wege erhöhen die Effizienz. Und die Ingenieure von Venjakob erfüllten mit dem doch recht kompakten System unsere Wünsche“, freut sich Dimitriev Alexander Michailowitsch, Projektleiter bei OMK Vyksa.

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Für jede Muffe gibt`s das richtige Programm

Nicht allein für den Eigenbedarf von Vyksa sollen die Produkte aber dienen, sondern auch an die verkauft werden, heißt es. Um das optimal zu können, müsse die Lackierlinie möglichst flexibel sein: zum einen müssen die Werkstückträger so konzipiert sein, dass sie für verschiedene Muffengrößen passen. Zum anderen ist es für das automatisierte Markierungs- und Signaturverfahren nötig, dass diversen Normen genügt, und die Möglichkeit zur Individualisierung besteht, merkt Kornelius Berg, Vertriebsingenieur Venjakob Maschinenbau, an.

Die Farbgebung bezüglich der Mantelfläche und der Ringmarkierung sowie die Signierung der Muffe entsprechen dabei den gültigen API- und GOST-Normen (erstere betrifft Schmieröle und zweitere ist eine russische Norm, ähnlich unserer DIN). Damit das Umrüsten für diverse Muffen möglichst rasch vonstatten geht, hat das Venjakob-Team für jeden Typ ein eigenes Programm erstellt, das in der Steuerung hinterlegt ist. Der Bediener könne es dann einfach aufrufen. Sind ganz individuelle Signierungen gefragt, so steht direkt an der Signieranlage (übrigens ein Jet-System), ein gut zugängliches Tastaturpaneel parat, in das er die Daten für die jeweils nächste Charge von Muffen nach Kundenwunsch eingeben kann.

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