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Weidmüller Rotorblattüberwachung warnt vor Schäden und Vereisung

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Eine kontinuierliche Rotorblattüberwachung zeigt Weidmüller. Sie soll den Anlagenbetreiber rechtzeitig vor Schäden und Vereisung warnen.

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Das Rotorblatt-Überwachungssystem Bladecontrol überwacht Rotorblätter von Windenergieanlagen und warnt rechtzeitig vor Schäden und Vereisung.
Das Rotorblatt-Überwachungssystem Bladecontrol überwacht Rotorblätter von Windenergieanlagen und warnt rechtzeitig vor Schäden und Vereisung.
(Bild: Weidmüller)

Die Rotorblätter einer Windenergieanlage werden besonders stark beansprucht. Windböen, Sturm, Vereisung oder Blitzschlag können kleine, vom Boden aus nicht sichtbare Schäden verursachen. Dieses lässt sich oft erst bei routinemäßigen Wartungen erkennen, doch dann hat sich der Reparaturaufwand bereits deutlich erhöht. Im schlimmsten Fall steht die Windenergieanlage über Wochen still und erzeugt keinen Strom.

Mit dem Überwachungssystem Bladecontrol von Weidmüller sollen sich Beschädigungen genauestens detektieren lassen. Dazu erfasst das System kontinuierlich, rund um die Uhr, den Zustand jedes einzelnen Rotorblatts und nimmt bereits kleine Veränderungen wahr, so der Hersteller. Im Gegensatz zu visuellen Inspektionen werden Probleme so erheblich früher erkannt und ein unkontrolliertes Schadenswachstum vermieden. Das Risiko teurer Reparaturen sinke und die Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage steige. Das System könne problemlos sowohl in neue als auch bestehende Anlagen installiert werden.

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Auch Schäden und Unwuchten werden erkannt

Außer direkten Schäden am Rotorblatt erkennt das System auch aerodynamische Unwuchten, lose Teile in Blatt und Nabe sowie Pitch-Fehlstellungen, heißt es. Damit leiste es einen zusätzlichen Beitrag zur Betriebssicherheit der Anlage und erhöhe so den Energieertrag. Das System ist bereits seit 2008 durchgehend vom Germanischen Lloyd (jetzt: DNV GL) zertifiziert.

Das Überwachungssystem basiert auf einem einfachen physikalischen Prinzip: Der Eisansatz verändert durch sein zusätzliches Gewicht das Eigenschwingungsverhalten des Rotorblattes, dadurch verringert sich die Schwingungsfrequenz. Durch eine sensible Sensorik und entsprechende Auswertungsverfahren erreiche das System eine Messauflösung der Eisdicke im Millimeterbereich. Die Messungen können sowohl während des Betriebes, wie auch im Stillstand erfolgen, heißt es weiter. Damit lasse sich die Anlage vor jedem Anfahren auf ausreichende Eisfreiheit prüfen.

Weidmüller GmbH & Co. KG, 32758 Detmold Hannover Messe 2017: Halle 11, Stand B.58

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