Fusion 360 Sandvik Coromant und Autodesk entfesseln Fertigungspotenziale

Redakteur: Peter Königsreuther

Mit Fusion 360 stellen sich die beiden Unternehmen den Herausforderungen bei der Übertragung von Werkzeugdaten an ein CAM-System. Das soll die rechnergestützte Fertigung (CAM) erheblich verbessern.

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Fusion 360 dient bald zur Verbesserung der rechnergestützten Zerspanung, heißt es. Denn Sandvik Coromant und Autodesk sind die Partner, die das in die Wege leiten wollen.
Fusion 360 dient bald zur Verbesserung der rechnergestützten Zerspanung, heißt es. Denn Sandvik Coromant und Autodesk sind die Partner, die das in die Wege leiten wollen.
(Bild: cat027 / Adobe)

In der Zusammenarbeit will man anfangs zunächst, eine der häufigsten Herausforderungen im Kontext der rechnergestützten Fertigung (CAM) angehen: Die komplexe Aufgabe, Zerspanungswerkzeuge zu spezifizieren, um die effektivste Einsatzart festlegen zu können, erklären die Protagonisten. Indem Autodesk-Kunden der Zugang zu den Werkzeugdaten von Sandvik Coromant ermöglicht wird, soll eine zeitintensive Datenauswahl erst gar nicht stattfinden. Das ist sinnvoll, denn Sandvik Coromant führt jährlich etwa 2500 Produkte ein. Durch die neue Partnerschaft kann der Schwedische Werkzeugspezialist nun innerhalb der Softwareumgebung Autodesk Fusion 360 sein Know-how mit noch mehr CAM-Anwendern teilen, heißt es weiter.

Schneller zur Produkteinführung

„Die Fertigungswelt ist enorm wettbewerbsintensiv“, lässt Jonas Ström, Produktmanager bei Sandvik Coromant, dazu wissen. Die Materialien würden stetig leichter, härter oder fester, die Maschinen gleichzeitig fortschrittlicher, aber die Losgrößen kleiner und die Bauteilkonstruktionen immer komplexer – all dies führe zu einem erhöhten Bedarf an CAM-Programmierungleistung und natürlich erfahrenen CAM-Anwendern. Ström ergänzt: „Genauso wie Ingenieure suchen auch CAM-Anwender gerne nach neuartigen Ansätzen und testen diese.“ Allerdings würden sie in der Regel durch die bei der CNC-Bearbeitung knapp bemessenen Zeitfenster dabei eingeschränkt. Ström: „Indem wir den Zugang zu Werkzeuginformationen, Empfehlungen und Wissen über besondere Bearbeitungsverfahren per Mausklick bieten, können wir bestehende Prozesse deutlich vereinfachen.“

Normalerweise, heißt es, müssen CAM-Anwender Daten aus Werkzeugkatalogen händisch übertragen und die entsprechenden Parameter in die CAM-Software eingeben. Dieser Prozess kostet Zeit und kann die erwartete Produkteinführungszeit deutlich verlängern.

Software- und Zerspanungs-Know-how machen wettbewerbsfähig

Die CAM-Programmierung und die nachfolgende Zerspanung anhand der Parameter sind nun bereits komplexe Prozesse. Oft werden sie durch die manuelle Verwaltung von Werkzeuginformationen noch weiter erschwert, was zu verspäteten Rüstzeiten und mehr Bearbeitungsfehlern führt, erläutert Srinath Jonnalagadda, Vice President of Business Strategy for Design and Manufacturing bei Autodesk. „Durch die Kombination unserer CAM-Software mit Sandvik Coromants weitreichendem Know-how und der Expertise im Bereich Zerspanungswerkzeuge helfen wir unseren Kunden, in der Planungsphase Zeit einzusparen und die Effizienz weiter zu steigern“, verspricht der Autodesk-Entscheider. Die Partnerschaft mit Autodesk gilt als Teil der Langzeitvision von Sandvik Coromant, bei der beide Unternehmen ähnliche Ziele verfolgten. Zum einen will man Anwendern dabei helfen, mithilfe neuer Technologien wettbewerbsfähig zu bleiben und zum anderen sollen ihnen auch digitale Design- und Fertigungslösungen angeboten werden können.

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