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Cleverer Schrauben Saugen statt Blasen: Schraube & Co sauber zuführen

Autor / Redakteur: Michael Wirth / Peter Königsreuther

Bei der Montage von Verbindungselementen, die mit automatischen Schraubsystemen verarbeitet werden, dürfen die Werkstücke nicht durch zugeführten Abrieb verschmutzt werden. Der Schraubsystemehersteller WSM-Automation hat eine Methode entwickelt saubere Bedingungen beim Schraubprozess zu gewährleisten.

Wie bereits bei den etablierten Fördergeräten von WSM-Automation ist die Förderstrecke auch bei den neuen Geräten mit widerstandsfähigem und Fördergut schonendem Polyurethan beschichtet.
Wie bereits bei den etablierten Fördergeräten von WSM-Automation ist die Förderstrecke auch bei den neuen Geräten mit widerstandsfähigem und Fördergut schonendem Polyurethan beschichtet.
(Bild: WSM-Automation)

Reinraumbedingungen – wie in der Medizintechnik üblich – sind in der industriellen halb- oder vollautomatischen Serienmontage von Schrauben, Muttern und Stiften bisher die Ausnahme. Dennoch steigen in vielen Bereichen die Sauberkeitsanforderungen stetig an. Verschmutzungen, die etwa durch den Herstellungsprozess selbst zugeführt werden, sind zunehmend unerwünscht. Insbesondere die als Abrieb bekannten metallischen Mikropartikel, die mit den Schrauben auf das Werkstück geblasen werden, können beispielsweise auf Platinen von Elektronikbauteilen Funktionsstörungen auslösen.

In der Kürze liegt die Würze

Jedes Zuführsystem hat seine Vor- und Nachteile. Hubbalken-, Stufen- oder Schwertförderer arbeiten ohne oder mit nur wenig Vibration. Eine große Teilemenge des Förderguts wird bei diesen Systemen in Bewegung gehalten, immer wieder durchgerührt, mehrfach angehoben und gefördert, um dann meist wieder in den Vorratsbehälter zurück zu fallen. Die Inbetriebnahme von Antrieb und Steuerung ist recht aufwendig und somit teuer. Auch die Maschinensicherheit führt oft zu einem erheblichen Mehraufwand, da sich an den Fördermechaniken Quetschstellen befinden können.

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Wendelförderer hingegen sind leicht einzurichten und einfach in der Ansteuerung. Ihr Nachteil liegt jedoch im Verschmutzungsgrad der zugeführten Bauteile. Eine Ursache hierfür ist die systembedingte Vibration und die Verweildauer der Teile in den Sortiertöpfen. Wird der Kessel mit dem Vorrat für eine ganze Schicht bis zum Rand befüllt, reiben die Schrauben über einen langen Zeitraum aneinander. Entstehender Abrieb kann dann auch nicht durch entsprechende Schmutzöffnungen abgeführt werden, da er sich immer wieder gleichmäßig im gesamten Fördergut verteilt und an diesem anhaftet.

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