Schock aus Herzogenaurach Schaeffler schraubt mittelfristige Ziele nach unten

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Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler nivelliert, wie es heißt, wegen der schlechten Lage in der Autoindustrie seine mittelfristigen Geschäftsziele nach unten ...

Schaeffler hat heute keine guten Nachrichten zu melden. Lesen Sie hier, warum alles nicht so kommen wird, wie es mal geplant war ...(Bild:  Schaeffler)
Schaeffler hat heute keine guten Nachrichten zu melden. Lesen Sie hier, warum alles nicht so kommen wird, wie es mal geplant war ...
(Bild: Schaeffler)

Vor allem der mit dem Vitesco-Zukauf verstärkte Bereich rund ums Elektroauto macht Schaeffler Probleme, denn er wächst bis 2028 nicht so stark, wie Vorstandschef Klaus Rosenfeld es eingeplant hatte. Auch mit dem Erreichen der operativen Gewinnschwelle in der Sparte wird es bis dahin wohl nichts werden, wie sich jetzt herauskristallisiert. Der Handel des Schaeffler-Papiers kam zwischenzeitlich sogar zum Erliegen, obwohl es zunächst mit der mehr oder weniger Fantasie um die Chancen im Zukunftsfeld mit humanoiden Robotern steil bis auf fast 12 Euro nach oben ging. Doch dann fiel die Jahresprognose mau aus und setzte der Aktie zu. Bis Anfang Juni erholte sie sich wieder fast bis an das Jahreshoch, bevor wieder ein Abwärtstrend einsetzte.

Schaefflers operative Gewinnschwelle wird nicht erreicht

Die Auftragslage ist für Schaeffler ist derzeit außerdem schwächer als gedacht. So dürfte im Jahr 2028 nur noch ein Konzernumsatz von 24 bis 26 Milliarden Euro erzielt werden, wie der MDax-Konzern überraschend heute zugab. Bisher hatte Chef Rosenfeld eine Steigerung auf 27 bis 29 Milliarden Euro im Sinn gehabt. Vergangenes Jahr hatte Schaeffler noch einen Erlös von 23,5 Milliarden Euro erzielt. Vor allem in puncto Elektroautos sind die Aufträge nicht so üppig, weshalb die Planungen nicht aufrechterhalten werden können. Die operative Gewinnschwelle wird in dem Bereich wohl ebenfalls nicht wie geplant erreicht.

Schaeffler erwartet nun weniger Gewinn

Und die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern dürfte in dem Geschäft dann stattdessen zwischen minus vier und null Prozent liegen. Die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern auf Konzernebene hingegen erwartet das Management 2028 weiter zwischen sechs und acht Prozent. Mit dem niedriger eingeplanten Umsatz dürfte damit aber nun deutlich weniger Gewinn erzielt werden, als zunächst in Aussicht gestellt. Beim bereinigten freien Mittelzufluss soll es in zwei Jahren bei den anvisierten 400 bis 600 Millionen Euro bleiben, wie es abschließend heißt.

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