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Zerspanungswerkzeuge

Schmalere Wendeschneidplatte für die Dichtlippenfertigung in Hrsa

| Redakteur: Peter Königsreuther

Sandvik Coromant stellt eine Erweiterung seiner Corocut-1-2-Hartmetall- und -CBN-bestückten Wendeschneidplatten vor, die speziell zum Einstechen von Dichtlippen in HRSA-Werkstoffen entwickelt wurde, wie es heißt.
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Sandvik Coromant stellt eine Erweiterung seiner Corocut-1-2-Hartmetall- und -CBN-bestückten Wendeschneidplatten vor, die speziell zum Einstechen von Dichtlippen in HRSA-Werkstoffen entwickelt wurde, wie es heißt. (Bild: Sandvik Coromant)

Mit einer um 0,5 mm schmaleren Hartmetall- und CBN-bestückten Wendeschneidplatten-Type erweitert Sandvik Coromant jetzt das Corocut-1-2-Programm für das Einstechen.

Dichtlippen, die sich durch Taschen und Nuten mit kleinen Radien auszeichnen, dienen, wie es heißt, als Gasdichtung zwischen dem rotierenden und dem stationären Teil einer Turbine. Weil sie extremen Temperaturen und Druckunterschieden standhalten müssten, würden sie aus modernen Hrsa-Materialien (korrosionsbeständige Nickel-, Eisen- und Kobalt-Basislegierungen) gefertigt. Genau das Richtige für die Corocut-1-2-Einstechwerkzeuge, die robust und hochpräzise sind sowie eine dauerhafte Spankontrolle und Prozesssicherheit bieten, wie Sandvik erklärt – ein entscheidender Vorteil bei der Herstellung dieser wichtigen Geometrien.

Sehr gute Oberflächenqualität durch sichere Spanbildung

Die neue Corocut-1-2-Wendeschneidplatte mit nur 1,5 mm Breite könne nun für die Bearbeitung noch kleinerer Dichtlippen mit RO-Geometrie in den drei Sorten GC1105, GC1125 und S05F angeboten werden. Die erprobten Geometrien und Sorten sorgen laut Sandvik für eine gute Spanbildung und eine sichere, zuverlässige Bearbeitung mit exzellenter Oberflächenqualität, während die patentierte Corocut-Schnittstelle eine sichere Einspannung garantiere.

Scharfe Wendeschneidplatte sichert enge Toleranzen

„Jede peripheriegeschliffene Wendeschneidplatte zeichnet sich durch hohe Schneidkantenschärfe aus und liefert enge Toleranzen", sagt Jenny Claus, Product Manager Parting and Grooving bei Sandvik Coromant. Dadurch ermögliche sie die Herstellung noch kleinerer Radiusprofile mit korrekter Profilbreite.

Ein entscheidender Vorteil dabei sei, dass das dynamische Drehen mit einem nichtlinearen Werkzeugweg (anstelle des Einstechens) mit Corocut-1-2-Wendeschneidplatten zu besserer Spankontrolle und sogar geringerem Verschleiß sowie reduzierter Bauteilbelastung führe, was speziell für Triebwerksteile in der Luft- und Raumfahrt wichtig sei. Der nichtlineare Werkzeugwegs nutzt die gesamte vordere Schneidkante der Wendeschneidplatte und ändert kontinuierlich die Kontaktfläche zwischen Wendeschneidplatte und Werkstoff, erklären die Sandvik-Experten. Daraus resultierten zahlreiche Vorteile, wie eine höhere Produktivität, mehr Prozesssicherheit und Standzeit sowie eine geringere Anzahl von Durchgängen. Alle neu eingeführten Corocut-1-2-Wendeschneidplatten seien als Standardlagerware erhältlich.

Ein überarbeiteter Schneidkopf für beide Wendeschneidplatten

Ebenfalls neu sind aktualisierte Coroturn-SL70-Schneidköpfe, die für beide Wendeschneidplatten-Breiten passen und das bestehende modulare Sortiment ergänzen. Mit Coroturn-SL70-Schneidköpfen und Coromant-Capto-Adaptern können flexibel Komplettwerkzeuge realisiert werden, die auf typische Profilierungs- und Taschenfunktionen in Düsentriebwerken, Gasturbinenscheiben, Rotoren und Wellen ausgelegt sind. Präzisionskühlung gehört dabei zur Standardausstattung. Obwohl sie für die Bearbeitung von Hrsa-Materialien optimiert seien, könnten Corocut-1-2 Werkzeuge sowohl zum Einstechen als auch erfolgreich bei Edelstahl- und Stahlwerkstücken eingesetzt werden.

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