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Modernisierte Blechschneidproduktion Schneidsysteme für anspruchsvolle Stahlverarbeiter

| Redakteur: Peter Königsreuther

Für eine höhere Bauteilqualität und flexiblere Bearbeitungsmöglichkeiten sorgt bei einem Stahlverarbeiter jetzt die mithilfe von Erlcut-Portalschneidanlagen modernisierte Fertigung.

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Mit der Portalschneidanlage erlcut e540 von ERL Automation hat MK Stahl- und Maschinenbau seine Möglichkeiten für das Blechschneiden nicht nur modernisiert sondern auch vergrößert – inklusive einer deutlichen Produktionssteigerung.
Mit der Portalschneidanlage erlcut e540 von ERL Automation hat MK Stahl- und Maschinenbau seine Möglichkeiten für das Blechschneiden nicht nur modernisiert sondern auch vergrößert – inklusive einer deutlichen Produktionssteigerung.
(Bild: ERL)

Die MK Stahl- und Maschinenbau GmbH mit Sitz in Regensburg hat sich seit ihrer Gründung 2018 auf die Bereiche Stahl- und Ingenieurbau, Sondermaschinenbau sowie Auftragsfertigung spezialisiert. Das Unternehmen ging aus der Übernahme eines Betriebs hervor, der im Gewerbegebiet Haselbach seit 2001 ansässig war, wie es weiter heißt. Nach dessen Schließung hat sich Matthias Kulzer, der dort damals technischer Betriebsleiter war, entschlossen, den Standort zu übernehmen und die MK Stahl- und Maschinenbau GmbH zu gründen. Rund ein Jahr später beschäftigt das Unternehmen schon über 25 Mitarbeiter und zählt namhafte Unternehmen aus der Forst- und Baumaschinenindustrie zu seinen Kunden. Das Leistungsspektrum von MK Stahl- und Maschinenbau erstreckt sich von der Projektierung und Konstruktion über das Brennschneiden, Schweißen, Zerspanen und Oberflächenbehandeln bis hin zur Montage, die Fertigung und die Reparatur von Anbaugeräten unterschiedlicher Baggerklassen und Schnellwechslertypen.

Wenn Schneidsysteme in die Jahre kommen

Breit gefächert sind auch die Schneidaufgaben, die bei dem Stahl- und Maschinenbau-Unternehmen anfallen, sagt ERL Automation. Denn es werden Bauteile in den unterschiedlichsten Größen, Blechdicken und Mengen geschnitten. Die aus der Übernahme bestehende Gebrauchtanlage hatte allerdings bereits knapp 20 Jahre ihren Dienst auf dem Buckel und konnte den Anforderungen nicht mehr im vollen Maße gerecht werden, heißt es. Die veralteten Systeme, insbesondere die Plasmaschneidtechnik, die Schachtelsoftware und die Steuerung betreffend, aber auch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, stellte das Unternehmen zunehmend vor Probleme, weshalb Matthias Kulzer sich dazu entschlossen hat, in eine neue Schneidanlage auf modernem Stand der Technik zu investieren.

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Auf der Suche nach einer passenden Maschine legte man besonderen Wert auf hohe Qualität und gute Beratung. Mehrere Hersteller waren im Rennen. Schließlich hat man sich auch für eine ERL-Anlage entschieden – genauer gesagt, für eine erlcut des Typs e540.

Verkürzte Schnittzeiten und lückenlose Dokumentation

Die neue Portalschneidanlage erlcut e540 hat eine Spurbreite von 4000 mm und eine 11 m lange Laufbahn. Anders als ihre Vorgängerin, verfügt die erlcut nicht nur über einen Plasmaschneidbrenner, sondern bietet auch einen Autogenschneidbrenner und einen Nadelpräger, so ERL.

Für hochpräzise Schnitte bis 50 mm greift die Anlage auf eine Hifocus 440i neo Stromquelle zurück, die über eine automatische Gasregelung verfügt. Damit könne MK Stahl- und Maschinenbau den Großteil seiner Schneidarbeiten abdecken. Die Schneidanlage sei ein enormer Gewinn für den Stahlverarbeiter. „Mit der erlcut inklusive der neuen Plasmatechnik konnten wir die Produktionszeiten deutlich verkürzen. Ausschlaggebend waren einerseits die hohen Schneidgeschwindigkeiten und andererseits sind wegen der präzisen Schneidergebnisse kaum noch Nacharbeiten nötig“, berichtet Kulzer seine Erfahrungen. Geht es um die Bearbeitung dickerer Bleche, so steht dem Stahl- und Maschinenbauer ein Autogenschneidbrenner zur Verfügung, mit dem auch 50 bis 200 mm dicke Blechtafeln geschnitten werden können-

Darüber hinaus ist die erlcut e540, wie bereits erwähnt, mit einem leistungsstarken Nadelmatrix-Prägesystem ausgerüstet. Damit lassen sich langanhaltende Markierungen, sei es Klartext, Linien oder Data Matrix Codes, auf der Blechoberfläche erzeugen. Der Präger arbeitet in einem 150 mm × 100 mm großen Markierfeld ohne Maschinenbewegung, sodass das Markieren besonders schonend für die Komponenten ist und einer langen Lebensdauer nichts im Wege steht, erklärt ERL. Bei Baustahl ist eine Markiertiefe von maximal 0,8 mm möglich. Aber auch für andere Materialien, wie NE-Werkstoffe und Kunststoffe sei das System nutzbar. MK Stahl- und Maschinenbau setzt den Nadelpräger für die Beschriftung seiner Bauteile ein. Beispielsweise werden Bauteilnummern und/oder Auftragsnummern für eine saubere Dokumentation und Nachverfolgbarkeit direkt auf das jeweilige Bauteil geprägt.

Leicht zu bedienen und zu programmieren

Mit der erlcut habe sich MK Stahl- und Maschinenbau nicht nur mehr Bearbeitungsmöglichkeiten und eine bessere Bauteilqualität gesichert, sondern auch in Sachen Bedienbarkeit viele Vorteile ins Haus geholt: Die Anlage ist mit einem höhen- und seitenschwenkbaren Bedienpult ausgestattet, das eine stets ergonomische Bedienposition ermöglicht, verspricht ERL. Auch zeichnet sich das Panel durch ein 21" großes, entspiegeltes Glasdisplay aus, das gut ablesbar ist, und damit Ermüdungserscheinungen vorbeugt. Ein moderner Touchscreen ermöglicht durch eine virtuelle Tastatur und verschiedenste Multitouch-Gesten wie Scrollen, Auf- und Zuziehen einen zeitgemäßen Umgang mit der Steuerung. Für häufig benötigte Anlagenfunktionen stehen außerdem am Gehäuse einige Hardkeys zur Verfügung. Übersichtlich strukturierte Menüs und personalisierbare Oberflächen sollen das intuitive Bedienkonzept abrunden.

Weil die bisher eingesetzte Programmiersoftware des Anwenders veraltet, umständlich zu bedienen und herstellergebunden war, hat man sich dazu entschlossen, auch in ein neues Programmiersystem zu investieren. Mit der Software act/cut, die von Ingenieuren von ERL, wie es heißt, optimal auf erlcut-Schneidanlagen abgestimmt wurde, aber auch Anlagen anderer Hersteller steuern kann, hat sich das Unternehmen nun für ein offenes System entschieden. Das Importieren von Teilegeometrien aus beliebigen CAD-Systemen ist damit möglich, es kommuniziert mit Produktionsplanungs- und ERP-Systemen und ist durch verschiedene Zusatzmodule erweiterbar, erklärt ERL.

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