Teilereinigung

Schnelle Fertigungsanpassung setzt flexible Teilereinigung voraus

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Basis dafür sind Anlagenmodule mit Erweiterungsoption, wie die Zweikammeranlage Powerjet 670 Twin T3 der Baureihe bei der Vaillant GmbH in Remscheid zeigt. Außer den beiden Arbeitskammern hat sie drei Vorlagetanks, eine gasbeheizte Verdampfereinheit, eine Beutelfiltration und eine automatische Bauteilbeschickung.

Prozessteilung auf zwei Kammern verkürzt Taktzeit bei der Teilereinigung

In der mechanischen Fertigung des Heiztechnik-Spezialisten werden in der Zweikammeranlage ölhaltige, mit Spänen verschmutzte Kupfer- und Stahlrohre, die bereits Messingfittings enthalten, gereinigt. Der Anlagendurchsatz liegt bei sechs bis zehn Chargen in der Stunde.

Von der Teilereinigungsanlage gefordert werden Öl- und Fettfreiheit zur Sicherstellung nachfolgender Prozesse wie Löten, Montage und Versand. Außerdem soll die Standzeit der Reinigungsbäder mindestens sechs bis acht Wochen betragen.

Teilereinigung in zwei Prozesskammern erhöht Wirtschaftlichkeit

Aufgrund der Prozessteilung auf zwei Arbeitskammern wurde eine Taktzeit von 6 min pro Charge unter Einhaltung der Qualitätsanforderungen erreicht. Darüber hinaus ermöglicht die Trennung des letzten Bades vom „Grobreinigungsprozess“ in der ersten Arbeitskammer eine größtmögliche Verschleppungsfreiheit in Kombination mit minimierten Restschmutzwerten. Das steigert Qualität und Wirtschaftlichkeit.

Die Vorteile der Modulbauweise schlagen sich deutlich positiv in der Kosten-Nutzen-Relation nieder. Das zeigt sich insbesondere bei einer nachträglichen Anlagenerweiterung (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Statt in zusätzliche Teilereinigungsanlagen zu investieren, wird mit deutlich niedrigeren Kosten eine erhebliche Kapazitätssteigerung erreicht (Bild 3). Der Betrieb der einzelnen Anlageneinheiten erfolgt über eine gemeinsame Steuerung.

Modulare Teilereinigungsanlagen ermöglichen zusätzliche Zentralelemente

Des Weiteren ist eine Ausstattung mit zusätzlichen Zentralelementen – beispielsweise einer gemeinsamen Medienaufbereitung – möglich. Damit lassen sich jederzeit die benötigten Reinigungskapazitäten sicherstellen. So können bei reduziertem Bedarf Einzelmodule abgewählt oder stillgelegt werden.

Eine vollständige Produktionsunterbrechung aufgrund eines Anlagenschadens oder von Wartungsarbeiten ist damit nicht mehr erforderlich. Außerdem stehen die Betriebskosten – zum Beispiel die Kosten für Energie und Verschleiß – bei solchen Systemen im Verhältnis zur tatsächlichen Ausbringung.

Vollredundante Modulbausteine schließen Engpässe bei der Teilereinigung aus

Bei Verwendung vollredundanter Modulbausteine kann sogar das Ausschließen gefürchteter Engpasssituationen erreicht werden (Bild 4). Diese Möglichkeit der Aufsplittung von Gesamtprozessen in redundante Einzeleinheiten verringert das Ausfallrisiko und vermeidet den klassischen Bottleneck-Effekt.

Bei Aufrüstung ändert sich an der Bedienbarkeit und dem Instandhaltungsaufwand der Anlagen nichts. Bereits in der Grundausführung sind alle Anlagen so konzipiert, dass die Anlagenbedienung sowie die Wartungsarbeiten ohne besondere Vorkenntnisse nach einer kurzen Einweisung erfolgen können.

Gerhard Koblenzer ist Geschäftsführer der LPW Reinigungssysteme GmbH in 72585 Riederich.

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