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Auch die Fertigungseinrichtungen müssen frühzeitig betrachtet werden
Dass Simultaneous Engineering nicht bei der Produkt- und Prozessentwicklung aufhören darf, hat Dr.-Ing. Michael Esser, Abteilungsleiter Sondermaschinenbau bei der Robert Bosch GmbH in Bühl, erkannt. Für ihn entwickeln sich folgende Trends, als Herausforderungen für die Herstellung von Fertigungsanlagen, speziell im Sondermaschinenbau:
- immer kürzere Lieferzeiten,
- anspruchsvollere Montagetoleranzen,
- Integration neuer Fertigungsprozesse,
- kürzere Produktlebenszyklen,
- steigende Internationalität.
„Auch die Fertigungseinrichtungen müssen möglichst frühzeitig in den Entwicklungsprozess mit einbezogen werden“, lautet seine Antwort auf diese Anforderungen. Ein Ziel müsse die Verringerung der Entwicklungszeit bis zur Markteinführung prozessfähiger Anlagen sein, so seine These.
Maschinenbauer können mit modularen Baukastensystemen schneller am Markt sein
Für Esser bieten modulare Baukastensysteme eine Chance, um schneller am Markt zu sein. Der modulare Aufbau erlaube zum Beispiel das Erstellen von fertigungsnahen Versuchsanlagen, meint er. Mit diesen Hilfseinrichtungen ließen sich schnell erste Erkenntnisse zum Prozessverhalten gewinnen. Mit diesen Ergebnissen könnten geplante Serienanlagen sehr schnell und effektiv optimiert werden. Er spricht in diesem Zusammenhang von der intelligenten Standardisierung.
Auch bewährte Konzepte aus vergangenen Projekten dürften dabei nicht vergessen werden. Mit den Worten von Abele heißt das: „Wir brauchen die standardisierte Vielfalt." Wandlungsfähige Grundmaschinen sorgen seiner Meinung nach für eine schnelle Anpassungsfähigkeit an neue Marktanforderungen. Insbesondere wenn neu entwickelte Fertigungsverfahren schnell integriert werden sollen. Die intelligente Standardisierung müsse sich auch auf die Steuerungs- und Softwaresysteme ausweiten, so seine Ansicht.
Mehrere effiziente Lieferanten für ein Bauteil können Beschaffungszeit verkürzen
Als sinnvolle Ergänzung sieht er auch das Potenzial, das weltweite Lieferantennetzwerke bieten. Jedoch müsse bei der Auswahl der geeigneten Projektpartner das ganze Entwicklungsteam beteiligt werden, so seine Aussage. Die Bestellungen könnten auf mehrere möglichst effiziente Lieferanten aufgeteilt werden, was die Beschaffungszeit für die Komponenten verkürzen kann, so der Experte.
„Dem erhöhten Abstimmungs- und Kommunikationsbedarf muss mit einem starken Projektmanagement begegnet werden“, gibt Esser zu bedenken. Nur so ließen sich die Maßnahmen problemlos durchführen. Abele sieht workfloworientierte IT-Module als nützliche Unterstützung. Mit ihnen ließen sich alle Glieder der Wertschöpfungskette miteinander verknüpfen. Diese Module ermöglichen den Informationsaustausch sogar während des gesamten Produktlebenszyklus.
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