Maßgeschneidert Vollautomatisierte Messanlage für gezogene Edelstahlrohre in der Medizintechnik

Quelle: Pressemitteilung von Schoeller 2 min Lesedauer

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Schoeller entwickelt laut eigenen Angaben eigenes Prüfsystem für 100 Prozent-Qualitätskontrolle in der Inhalator-Fertigung.

Das Bild zeigt die vollautomatisierte Messanlage für gezogene Edelstahlrohre.(Bild:  Schoeller)
Das Bild zeigt die vollautomatisierte Messanlage für gezogene Edelstahlrohre.
(Bild: Schoeller)

Schoeller habe eine vollautomatisierte Messanlage zur 100 Prozent-Prüfung von Kapillarrohren entwickelt – maßgeschneidert für den Einsatz in der Medizintechnik. Auslöser sei ein Kundenauftrag aus dem Bereich Asthma-Inhalatoren gewesen, für den keine geeignete Prüflösung am Markt existierte. Schoeller soll das System daraufhin vollständig aus eigener Hand entwickelt haben.

Vollautomatisierte Messanlage für gezogene Edelstahlrohre

Schoeller beliefere anspruchsvolle Industrien, in denen engste Toleranzen und höchste Oberflächengüte keine Option, sondern Voraussetzung seien. Die Medizintechnik gehöre zu den anspruchsvollsten dieser Märkte – und stelle damit besondere Anforderungen nicht nur an das Produkt, sondern auch an die Qualitätssicherung.

Vollständige Prüfung unter engen Toleranzen

Kapillarrohre übernehmen im Inneren von Asthma-Inhalatoren eine kritische Funktion: Als Steigleitung transportieren sie das Medikament zuverlässig von der Kartusche zur Zerstäubungsdüse. Bereits kleinste Abweichungen bei Spanfreiheit, Geradheit oder Schnittqualität könnten die Funktionalität des Endprodukts beeinträchtigen. Der Kunde forderte daher eine 100 Prozent-Prüfung aller relevanten Spezifikationen – Geometrie, Oberfläche und Spanfreiheit – in einem einzigen, hocheffizienten Prozess.

Marktanalysen ergaben: Eine Anlage, die sämtliche Prüfanforderungen bündele, existierte nicht.

Automatisierte Prüfung in mehreren Stufen

Schoellers Anlagentechnik entwickelte daraufhin in abteilungsübergreifender Zusammenarbeit eine komplett neuartige Lösung. Das System prüfe in vier vollautomatisierten Stufen – Außendurchmesser, Geradheit und Länge, Spanfreiheit sowie Oberfläche und Schnittenden – bei einer Taktzeit von 0,5 Sekunden pro Rohr. Fehlerhafte Teile würden automatisch erkannt und ausgeschleust. Trotz ihrer Leistungsfähigkeit sei die Anlage kompakt genug, um in bestehende Produktionslinien integriert zu werden.

Das Ergebnis: Seit Inbetriebnahme konnten Reklamationen beim Kunden vollständig vermieden werden, so der Hersteller. Gleichzeitig eröffne die Technologie neue Marktpotenziale – erste Anfragen für weitere Abmessungen aus dem Bereich Medizintechnik liegen bereits vor.

„Dieses Projekt zeigt, wie wir technische Herausforderungen angehen: Wenn der Markt keine passende Lösung bietet, entwickeln wir sie selbst", sagt Michael Gottschalk, CTO der Schoeller Werk GmbH & Co. KG.

Mit der Eigenentwicklung unterstreiche Schoeller seinen Anspruch, Kunden nicht nur als Rohrhersteller, sondern als ganzheitlicher Lösungspartner zur Seite zu stehen – von der Produktentwicklung bis zur Qualitätssicherung.

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