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Drehwerkzeuge

Schwer zerspanbare Werkstoffe prozesssicher bearbeiten

| Autor/ Redakteur: Jörg Schwartz / Peter Königsreuther

Schwer zerspanbare Werkstoffe wie hoch legierte Stähle, Titan oder bleifreie Kupferlegierungen, können jetzt auf Langdrehautomaten prozesssicher bearbeitet werden: Das erreicht eine besondere Werkzeugserie durch die Kombination aus einem starren Haltersystem mit speziellen Schneidplatten zur optimierten Spankontrolle.

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(Bild: Schwartz)

Das prozesssichere Anfertigen von Teilen aus schwer zerspanbaren Materialien kann mit den neuen Applitec-Wendeplatten der ZX-700-Top-Line-Serie des Unternehmens Schwartz tools and more aus Pfinztal optimiert werden. Das ZX-System garantiert auch bei der Bearbeitung von Aluminium oder Titan die volle Spankontrolle.

Neuartige Geometrien entschärfen typische Probleme bei Langdrehern

Durch vergleichsweise hohe Standzeiten der verwendeten Schneidplatten wird die Herstellung von Bauteilen aus den genannten Metallwerkstoffen auch deutlich rentabler und produktiver. Der Einsatz der neuen ZX-Geometrien wird einige der typischen Probleme bei Langdrehern, wie etwa den hohen Schneidenverschleiß beim Einstechen und Drehen solcher Materialien, entschärfen können.

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Die prozessoptimierenden Eigenschaften der ZX-Serie resultieren zum einen aus dem starren Haltersystem mit Keilverzahnung und sind zum anderen auf ein neues Herstellungsverfahren zurückzuführen, das die Vorteile von besonders scharf geschliffenen Geometrien der Schneidplatten mit den Spanroller-Qualitäten von ISO-Wendeplatten verbindet.

Patentierte Halterung für spezielle Schneidplattengeometrie

Das Problem bei der Bearbeitung bestand bisher oft darin, dass der Dreher die scharfen Kanten etwa einer Wendeplatte mit Pariser Schliff im hohen Vorschub bei schwer zerspanbaren Materialien kaum nutzen konnte. Denn die dabei entstehenden langen Späne sind ohne Spanroller nicht zu kontrollieren.

Außerdem ist die Schneidkante beim Vollschnitt einem hohen Verschleiß ausgesetzt. Durch ein neuartiges Produktionsverfahren des Schweizer Werkzeugherstellers Applitec Moutier entstand ein Kompromiss zwischen einer scharf geschliffenen Top-Line-700-Geometrie und einer gepressten ISO-Geometrie.

Ein Merkmal ist, dass die Spanleitstufe mit einem Spanbrecher und einer polierten Schneidkantenverrundung hergestellt wird. Im Einsatz benötigen diese Platten dann einen Vorschub von mindestens 0,02 mm, um eine optimale Spankontrolle zu gewährleisten. Wie die Praxis zeigt, können so die enststehenden Langspäne auch ohne Spanroller prozesssicher kontrolliert werden.

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