Fräsen und Trennen Sechs-Achs-Roboter macht der CFK- und GFK-Bearbeitung Dampf

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Die Symbiose aus einem servomotorisch angetriebenen Pendeltisch und einem Sechs-Achs-Roboter mit Doppelspindelgreifer ermöglicht effizientes Fräsen und Trennen von großen Bauteilen aus Kunststoff, CFK und GFK mit hoher Geschwindigkeit.

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Das Fräszentrum MFZ 2930 auf Basis eines Sechs-Achs-Roboters erreicht bei der Bearbeitung großer Bauteile im Vergleich zur klassischen Fräsmaschine das zweifache Arbeitsvolumen. (Bild: Martin Mechanic)
Das Fräszentrum MFZ 2930 auf Basis eines Sechs-Achs-Roboters erreicht bei der Bearbeitung großer Bauteile im Vergleich zur klassischen Fräsmaschine das zweifache Arbeitsvolumen. (Bild: Martin Mechanic)

Rund ein halbes Jahr haben die Ingenieure von Martin Mechanic an ihrer Neuentwicklung getüftelt, die mindestens doppelt so schnell wie eine Fräsmaschine im klassischen Sinn ist. Bei der herkömmlichen Anlage wird in gleicher Position bestückt, entnommen und bearbeitet.

Bis die Sicherheitsscheibe dafür jeweils geöffnet und wieder geschlossen ist, vergeht wertvolle Zeit. Vor allem dann, wenn es sich um 2500 mm lange Werkstücke handelt. So entstand die Idee, einen von einem servoelektrischen Motor angetriebenen Pendeltisch zu konstruieren, an dem ein Roboter in der geschlossenen Kabine und der Mitarbeiter davor gleichzeitig arbeiten können.

Umrüstzeit auf ein neues Werkstück beträgt gerade einmal 15 min

Dieses roboterbasierte Fräszentrum MFZ 2930 erhöht den Durchsatz. Weil der Maschinenführer außerdem keine Spannhilfsmittel einstellen muss, reduziert sich die Rüstdauer deutlich. Für ein neues Werkstück beträgt die Umrüstzeit gerade einmal 15 min. In getesteten Anwendungen erreichte das MFZ 2930 im Vergleich zur klassischen Fräsmaschine das zweifache Arbeitsvolumen. Das bringt enorme Einsparungen in der Produktion. Aber auch in der Anschaffung ist das neue Fräszentrum günstiger.

Ist das Bearbeitungsprogramm geschrieben, macht sich der Roboter im Innern des Maschinenraums sofort ans Werk, um Dachfensterrahmen, Kabinenteile, Stoßstangen, Tanks, Instrumententräger, Hutablagen oder andere Bauteile zu bearbeiten. So werden zum Beispiel auf einem MFZ 2930 Armaturenbretter für Wohnmobile gefräst.

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