Anbieter zum Thema
Während der Roboter im Innern des Fräszentrums das Werkzeug positioniert, hat sich die Sicherheitsscheibe der Kabine bereits geschlossen. Der Maschinenführer kann nahtlos das zweite, zu bearbeitende Bauteil auf den Pendeltisch außerhalb der Schutzzelle legen. Der Teiletausch geschieht zeitgleich zur Bearbeitung, was eine weitere Reduzierung der Nebenzeiten zur Folge hat.
Drehtisch rüstet sich quasi selbst
Wenn der erste Arbeitsgang erledigt ist, dreht sich der Auflagentisch um seine eigene Achse, damit die Maschine nahtlos mit dem zweiten Bauteil beginnen, der Maschinenführer das erste entnehmen und das nächste spannen kann. Vor allem beim Fräsen von Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) waren bislang Einweg-Spannvorrichtungen Stand der Technik.
Im Fräszentrum MFZ 2930 rüstet sich der Drehtisch praktisch selber. Dazu richtet der Maschinenführer das Bauteil zunächst grob von Hand aus. Um ein Flattern während der Bearbeitung zu vermeiden, saugt der Maschinentisch das Bauteil komplett an und fixiert es dann über mehrere Vakuumstufen, wobei sich die Teileaufnahmen gesteuert rüsten. Durch die programmgesteuerte Positionierung wird eine schlechte Schnittqualität vermieden und der Lärm beim Fräsen reduziert.
Außerdem ist es bei Bedarf möglich, dass Bauteil zusätzlich über mechanische Spannelemente zu fixieren, die sich an Hand der entsprechenden Programmliste einstellen. Auch Formstücke können jederzeit eingesetzt werden. Der manuelle Rüstaufwand wird bei einem Variantenwechsel dadurch auf das Minimum reduziert.
Bearbeitungsprogramm orientiert sich an den CAD-Daten
Der Roboter erhält seine Kommandos vom Bearbeitungsprogramm, das sich wiederum an den CAD-Daten orientiert. Den Arbeitsablauf dazu schreiben der Maschineneinrichter und der Maschinenführer. Sie programmieren im ersten Arbeitsgang die Drehzahlen, legen die Positionen fest und überwachen die Spannmittel. Bei komplexen Geometrien ist im Regelfall wie bei herkömmlichen Fräsmaschinen ebenfalls eine manuelle Optimierung notwendig.
(ID:28142450)