Fräsen und Trennen

Sechs-Achs-Roboter macht der CFK- und GFK-Bearbeitung Dampf

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Das offene Fräsen löst zum Beispiel Staubwolken aus, die gesundheitsschädlich sein können.

Außerdem verhält sich Glasfaser höchst abrasiv und stellt vor allem an den Roboter große Anforderungen. Das Fräszentum ist mit einem Spänesauger ausgerüstet, der nicht nur die leicht brennbaren Fasern, sondern auch leitfähige Kohlefasern beseitigt.

Sowohl CFK als auch GFK gelten als ungesund für den menschlichen Organismus und können damit eine Gefährdung für den Maschinenführer darstellen. Wenn Bedarf besteht, kann das Fräszentrum sogar zusätzlich mit einer großen Absauganlage, die über einen Umluftfilter arbeitet, ausgerüstet werden. Diese sorgt für absolut saubere Luft. Auch das Nachrüsten einer Feuerlöschanlage ist jederzeit möglich.

Roboterbasiertes Fräszentrum ist komplett gekapselt

Vorbildlich wurde Vorsorge für den Lärmschutz geleistet. Trotz seiner Dimension ist das Fräszentrum im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen leise, weil es komplett gekapselt ist. Das MFZ 2930 besteht aus einer schweren, stabilen Stahlblechkabine. Die Blechkassetten werden mit Lärmschutzmatten ausgekleidet. Die Scheiben der Kabine sind zweiglasig; die Luftschicht im Innern dient als zusätzlicher Lärmschutzpuffer.

Sowohl Schutzeinrichtung als auch Maschinenboden werden aus Metall hergestellt und komplett geerdet. Dadurch werden Funkenbildung und Brandgefahr ganz erheblich reduziert.

Mit seinen sechs Achsen hat das Fräszentrum alle denkbaren Freiheitsgrade. In dieser Anlage wurde ein Doppelspindelkopf mit einer maximalen Drehzahl von 35270 min–1 eingebaut. Mit dem Doppelspindelkopf wird der ständige Werkzeugwechsel umgangen. Bei der aktuellen Anlage wurde der Roboter beispielsweise mit einem Randbeschnitt-Werkzeug und einem Bohrer ausgestattet.

Bohren und Fräsen in einem Arbeitsgang

Der für Martin Mechanic entwickelte Spindelantrieb hat eine Leistung von 3,2 kW. Seine sehr hohe Flexibilität macht es möglich, mit den eingesetzten Werkzeugen alle Ränder auf Maß zu fräsen und zu trennen sowie im gleichen Arbeitsgang auch die zur Montage nötigen Haltelöcher, Schalteröffnungen oder Lüftungsschlitze und Aussparungen für Fittings zu bohren. Ein Werkzeugwechsel ist optional möglich.

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