Fräsen und Trennen

Sechs-Achs-Roboter macht der CFK- und GFK-Bearbeitung Dampf

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Die Grenzen des Systems liegen gegenüber einer exakt arbeitenden, klassischen Fräsmaschine in der absoluten Genauigkeit, mit der der Sechs-Achs-Roboter die Kunststoffteile bearbeitet. Allerdings ist dieses letzte Zehntel bei vielen Bauteilen gar nicht gefragt. In diesen Fällen geht es eher um die Verarbeitungsgeschwindigkeit, mit der Kanten gefräst und Löcher gebohrt werden können. So werden Produktionskosten gespart.

Bis zu 2500 mm lange Kunststoffteile können bearbeitet werden

In der aktuellen Anlage werden bis zu 2500 mm lange, 1250 mm breite und 800 mm hohe Kunststoffteile bearbeitet. Das geschieht beispielsweise je nach Material und Werkzeug in der atemberaubenden Geschwindigkeit bis zu 1200 mm/s beim Randbeschnitt. Eine komplette, 5 m lange Schneidelinie ist in 7 s gefräst. Alle 2 s bohrt der Roboter des Fräszentrums ein Loch.

Bei diesen technischen Höchstleistungen wurden die Anforderungen an die Sicherheit konsequent hoch angesetzt. Der Pendeltisch bleibt während der kompletten Bearbeitung grundsätzlich stehen. In der Wechselphase, also während sich der Pendeltisch um 180° dreht, setzt der Zutrittschutz ein. In dieser Zeit und während der Bearbeitung des Bauteils schaltet das Fräszentrum sofort ab, wenn jemand den Maschinenraum oder den Bereich des schwenkbaren Pendeltischs betritt. Ein intelligentes Ampelsystem und die Beleuchtung im Schutzbereich des Roboters sorgen für zusätzliche Sicherheit und Optik.

Noch eine zweite Aufgabe wurde mit dem Fräszentrum perfekt gelöst. Ursprünglicher Kundenwunsch war, die bislang eingesetzte, klassische Fräsmaschine durch einen Roboter zu ersetzen, der über eine Deckenaufhängung wesentlich flexibler im freien Arbeitsraum agieren und an möglichst vielen Stellen reihum ansetzen kann.

Ein leistungsfähiger Sauger

entfernt Späne und Fasern

Da sich die Ingenieure von MartinMechanic grundsätzlich an den tatsächlichen Bedürfnissen ihrer Auftraggeber orientieren, wurde zunächst mit dem Kunden herausgearbeitet, was die wirklich wichtigen Anforderungen sind. Denn mit einem frei schwingenden Roboter wären eben nicht alle Anforderungen erfüllt worden.

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