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Digitalisierung Sensor-Adapter liefert Informationen statt Daten

Das Unternehmen Perinet hat in Zusammenarbeit mit Harting einen Adapter für Sensoren entwickelt, der diese netzwerkfähig und damit intelligenter macht.

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Dr. Karsten Walter, Entwicklungsleiter der Perinet GmbH präsentiert den Adapter, der den Sensor über das Singel-Pair-Ethernet-Kabel an den Laptop anbindet.
Dr. Karsten Walter, Entwicklungsleiter der Perinet GmbH präsentiert den Adapter, der den Sensor über das Singel-Pair-Ethernet-Kabel an den Laptop anbindet.
(Bild: Harting )

In der zunehmend digitalisierten Welt genügt es nicht mehr, von Sensoren an Maschinen oder Anlagen nur Daten zu erhalten, die später weiterverarbeitet, ausgewertet und erst dann als Information genutzt werden können. Wie Dr. Karsten Walter, Entwicklungsleiter von Perinet auf der Online-Auftaktveranstaltung „Experts Camp“ von Harting sagte, nutzt sein Unternehmen die Technik von Harting, um das Internet der Dinge um die Sensorwelt zu erweitern.

So könne man die Wartung oder die Steuerung einer Produktion bedarfsgerecht realisieren. Genauso natürlich Anwendungen, bei denen ein Zugriff auf Sensoren oder die Daten der Maschine möglich sind.

Heutige Sensoren sind oft nicht netzwerkfähig

Dazu benötige man eine Anwendung in der Cloud, die einen Zugriff auf die Maschine benötigt. Meist liegt an der Maschine sowieso schon ein Netzwerkanschluss vor. „Prinzipiell wäre also ein Netzwerkanschluss möglich, aber die letzten Elemente, also die Sensoren und Aktoren, sind heutzutage meist nicht netzwerkfähig und wir ändern das mit Perinet, indem wir dort eine Elektronik zur Verfügung stellen, mit denen Sensoren und Aktoren netzwerkfähig werden und so eine direkte Kommunikation möglich ist“, so Walter.

Dabei handle es sich nicht nur um eine Änderung der Schnittstelle zum Sensor, sondern es ändere sich auch die Interaktion mit dem Sensor. Der Sensor werde damit nämlich zum intelligenten Netzwerkpartner, so Walter. Damit werde auch ein Plug-&-play bei industriellen Sensoren möglich. Vor allem bei Sensoren, die eine große Datenmenge produzieren, wie es in der klassischen Industrie fast immer vorkomme, ergebe sich damit ein Vorteil.

Intelligenz verteilt sich über das ganze Netzwerk

„Werden diese vor Ort über einen intelligenten Sensor verarbeitet, kann ich dort die Datenmenge reduzieren und damit auch die Gesamtdatenlast für das Gesamtsystem drastisch senken. In Verbindung mit dem modularen Industriecomputer Mica von Harting ist sogar eine Konsolidierung mehrerer Sensordaten möglich. Die Intelligenz verteilt sich also über das gesamte Netzwerk“, führt Walter aus. Ein klassischer Sensor werde so über Perinet intelligent.

Über ein Single-Pair-Ethernet-Kabel könne man den Sensor dann über einen Wandler ans klassische Ethernet anschließen und man kann über das Laptop und einen Browser auf die Daten zugreifen. Mit dem Zugriff auf die Livedaten, könne man sich aber auch darüber informieren lassen, wenn bestimmte Werte über- oder unterschritten werden. Walter erläutert: „Der Clou ist, dass man nichts weiter benötigt als ein Laptop.

Genauso einfach ist es über jedes andere IT-System auf den Sensor zuzugreifen, was die Integration wesentlich einfacher macht als über die klassische Automatisierungstechnik, insbesondere wenn es sich um Sensoren handelt, die nicht für die klassische Automatisierung benötigt werden.“ Dazu biete Perinet einen Adapter als Nachrüstlösung für Sensoren, die noch nicht mit der Elektronik von Perinet ausgestattet sind, um dies nachträglich netzwerkfähig zu machen oder als Modul, das man Sensor- und Aktorherstellern anbiete, die dieses dann direkt integrieren können.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Redakteur, MM MaschinenMarkt