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SKF Linearsysteme

Servohubzylinder mit Standard-Servomotor soll Pneumatikzylinder ersetzen

| Redakteur: Reinhold Schäfer

Auf dem Motek-Stand der SKF Linearsysteme in Stuttgart gibt es etwas Neues zu sehen: einen Servohubzylinder mit Siemens-Standard-Servomotor. Auch die Ansteuerung erfolgt über eine Simatic von Siemens. Der Hubzylinder soll dazu beitragen, Energieverluste, die sonst bei Pneumatikzylindern auftreten, zu vermeiden.

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Wolfgang Schaller, Projektleiter elektromechanische Hubzylinder bei der SKF Linearsysteme GmbH, Schweinfurt: „Gerade bei Anwendungen im Automationsbereich, die früher generell mit Pneumatikzylindern arbeiteten, werden verstärkt Linearlösungen mit Elektroantrieben nachgefragt.“ Bild: Schäfer
Wolfgang Schaller, Projektleiter elektromechanische Hubzylinder bei der SKF Linearsysteme GmbH, Schweinfurt: „Gerade bei Anwendungen im Automationsbereich, die früher generell mit Pneumatikzylindern arbeiteten, werden verstärkt Linearlösungen mit Elektroantrieben nachgefragt.“ Bild: Schäfer
( Archiv: Vogel Business Media )

„Gerade bei Anwendungen im Automationsbereich, die früher generell mit Pneumatikzylindern arbeiteten, werden verstärkt Linearlösungen mit Elektroantrieben nachgefragt“, erklärt Wolfgang Schaller, Projektleiter elektromechanische Hubzylinder bei der SKF Linearsysteme GmbH, Schweinfurt.

Besonders wenn man an den Energieverlust pneumatischer Lösungen denke, sei verständlich, warum die Anwender sich nach Alternativen umsehen, so Schaller. Der Einsatz von Siemens-Baugruppen und -Motoren habe noch einen weiteren Vorteil, weil dabei markteingeführte Systeme zum Einsatz kommen, die weltweit bekannt und verfügbar sind. Die maximale Hublänge der Servohubzylinder liege bei etwa 1000 mm, die maximale dynamische Verstellkraft könne, je nach Ausführung, bis zu 12 kN betragen.

Einsatz verschiedener Spindel- und Getriebebaugruppen eröffnet modulares Konzept

Die maximale Verfahrgeschwindigkeit gibt SKF mit 800 mm/s an. Der Linearantrieb ist optional mit Absolutwertgeber ausrüstbar. Weiterhin kann eine elektrische Bremse angebaut werden. Durch den Einsatz verschiedener Spindel- und Getriebebaugruppen eröffnet sich ein modulares Konzept, das in vielfältigen Bereichen der Industrie zu verwenden ist.

Als weiteres wichtiges Exponat zeigt das Schweinfurter Unternehmen ein Vierachssystem in Gantry-Bauweise auf einem Hartgestein-Fundament, das mit Direktantrieben (Linearmotoren) ausgerüstet ist. Es eignet sich laut Eckehard Förste, Projektmanager Handlingsysteme der SKF Linearsysteme GmbH „für Anwendungen im Genauigkeitsbereich unter 5 µm“. Der prinzipielle Aufbau ermögliche somit ein sehr hohes gleichmäßiges Ablaufen und eine sehr hohe wiederholbare Positioniergenauigkeit.

Nicht ohne Stolz bemerkt Förste: „Bei Verfahrgeschwindigkeiten von 10 bis 30 m/s werden, bezogen auf alle vier Achsen, Genauigkeiten unter 8 µm erzielt.“ Geeignet sei das System beispielsweise für die Laserbearbeitung, für elektrochemische Prozesse sowie in der Mikrobearbeitung und Mikromontage.

SKF Linearsysteme GmbH auf der Motek 2007: Halle 1, Stand 1130

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