Montagetechnik Servomotorische Antriebe bieten bei Rundtischen Kostenvorteile

Autor / Redakteur: Markus Pfuderer / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Anlagenkonzept und Taktzahl bestimmten bei Rundtischen bisher die Antriebsart. Doch ein Praxisvergleich zeigt, dass hinsichtlich Kosten und Qualität die mechanische Variante im Vergleich zur pneumatischen besser abschneidet. Darüber hinaus bieten servomotorische Antriebe Vorteile in der Flexibilität.

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Ein Vergleich brachte es an den Tag: Die Beschaffungskosten für die mechanisch betriebene Rundtischanlage liegen im Gegensatz zu dem gleichen Anlagenkonzept mit pneumatischer Steuerung 5% niedriger. Oder anders ausgedrückt: Der Kostenvorteil liegt bei 24 000 Euro. Dieses Ergebnis war überraschend. Pfuderer setzt zwar seit Jahren auf mechanische und servomotorische Antriebe, weil man dort von deren Zuverlässigkeit überzeugt ist.

Instandhaltungskosten sind bei mechanischer Automation niedriger

Denn verglichen mit pneumatischen Antrieben fallen die Instandhaltungskosten der mechanischen Automation wesentlich geringer aus und damit arbeiten mechanisch betriebene Anlagen langfristig kostengünstiger. Doch hinsichtlich der Beschaffungskosten war man bisher immer von zumindest vergleichbaren, wenn nicht sogar leicht höheren Aufwendungen für eine mechanische Automation ausgegangen.

Doch dann machte Pfuderer 2009 die Probe aufs Exempel: Es wurden die Investitionskosten für eine Montageanlage analysiert, auf der sechsteilige Baugruppen für Fensterbeschläge zusammengesetzt werden sollten. Und das sowohl für eine Anlage mit pneumatischem Antrieb wie für eine entsprechende Anlage mit mechanischem Antrieb. Ziel war die Produktion einer jährlichen Stückzahl von 40 Millionen bei 20 bis 30 Takten pro Minute. Also ein Taktbereich, in dem klassischerweise dem Pneumatikantrieb der Vorrang gegeben wird.

Zwar liegt ein großer allgemein bekannter Vorteil der kurvengesteuerten, mechanischen Montageanlage in den sehr hohen Taktzahlen, die erreicht werden können. Doch „gefühlte“ Mehrkosten in der Beschaffung von 30% bildeten bisher eine Barriere für ihren Einsatz bei Montageaufgaben mit weniger als 30 Takten pro Minute.

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