Montagetechnik

Servomotorische Antriebe bieten bei Rundtischen Kostenvorteile

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Hohe Taktzahlen sprechen für mechanische Antriebslösungen

Geht es um das Erreichen hoher Taktzahlen, gibt es ohnehin kaum eine Alternative zu mechanischen Antrieben. Mechanische Bewegungen verlaufen harmonisch, einem Bewegungsgesetz folgend. Durch diese definierte Bewegung können Bewegungen überlagert werden: Und dies ist die Basis für höhere Taktzahlen.

Pneumatische Bewegungen verlaufen dagegen unkontrolliert. Ein Ventil wird über SPS angesteuert und öffnet den Luftzustrom in den Zylinder. Abhängig von der bewegten Masse erfolgt die Bewegung. Am Ende der Bewegung wird die Bewegungsenergie durch einen Dämpfer vernichtet. Die erreichte Endstellung wird durch einen Sensor quittiert. Erst dann kann die nächste Bewegung erfolgen. Grundsätzlich gilt: Kurvenscheiben treiben stetig und harmonisch an. Die Belastung der Gesamtkonstruktion fällt weit niedriger aus als bei den pneumatisch betriebenen Bewegungen. Mechanische Antriebe arbeiten deshalb mit mehr Energieeffizienz.

Kombination von Mechanik und Servomotoren verbessert Anlagenflexibilität

Um ein hohes Maß an Flexibilität der einzelnen Anlagenstationen zu erreichen, bietet sich die Kombination von Mechanik und Servomotoren an. Diese Servomechanik kombiniert das mechanische Grundmaschinen-Konzept mit linearmotorischen Antrieben der Montage- und Prozessstationen, wo sie für die Produktvielfalt benötigt werden (Bilder 1 und 2). Die Linear- oder Servomotorik ist hochflexibel. Denn im Vergleich zu den zwei Positionen des Pneumatikzylinders (vorne – hinten) und den vielen Positionen der mechanischen Kurvenscheibe (vorne – definierte Zwischenpositionen – hinten), kann der Linearmotor beliebige Positionen frei programmierbar einnehmen.

Berücksichtigt man alle Rahmenbedingungen, ist die Vereinigung von Mechanik und Linearmotorik zur Servomechanik die Lösung mit einer großen Zukunft. Beide Antriebe arbeiten ohne explosive Kraftentfaltung. Die Kurvenscheibe folgt von Natur aus einer harmonischen Kreisbewegung, während der Linearmotor, elektronisch gesteuert, hochpräzise sukzessive Kräfte steuert und regelt. Wird diese Kombination zur Entwicklung von Modulen genutzt, ergibt sich ein robustes und zugleich hochflexibles Anlagenkonzept, dessen Eigenschaften perfekt auf die aktuellen und künftigen Anforderungen automatisierter Produktionsanlagen zugeschnitten sind.

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