Montagetechnik

Servomotorische Antriebe bieten bei Rundtischen Kostenvorteile

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Detaillierte Vergleichsrechnung zeigt Kostenvorteile auf

In Zusammenarbeit mit der Xpertgate GmbH & Co. KG in Mannheim und deren Geschäftsführer Dr. Gerhard Drunk wurde eine detaillierte Vergleichsrechnung an der Beschlagsmontagemaschine für beide Antriebsmöglichkeiten, die Investitionskosten und die Betriebskosten für einen Zeitraum von acht Jahren vorgenommen. Dabei achtete Xpertgate eingehend auf die Vergleichbarkeit durch die Übereinstimmung von Aufgabenstellung und Anlagenqualität. Der Vergleich sollte zeigen, ob der „gefühlte“ Mehraufwand kurvengesteuerter Montageanlagen auch wirklich den tatsächlichen Kosten entspricht. Im ersten Schritt schien sich diese Annahme zu bestätigen.

Die Mehrkosten für die Standardkomponenten fielen bei dem kurvengetriebenen Anlagenkonzept um 36% höher aus als bei unserem pneumatischen Vergleichsmodell. Doch bereits bei Berücksichtigung der Konstruktionsteile einschließlich mechanischer Konstruktion, Montage und Inbetriebnahme stellte sich zwischen beiden Konzepten ein Kostengleichstand ein. Nach der Betrachtung aller Investitionskosten einschließlich Pneumatik und Elektrik erwies sich die mechanische Anlage um 5% günstiger.

Bei pneumatisch betriebener Automation viele Standardkomponenten nutzbar

Ein Grund dafür ist der hohe Standardisierungsgrad der kurvengesteuerten Anlage: Bei einer pneumatisch betriebenen Automation kann man zu etwa 40% auf Standardkomponenten zugreifen. Doch Rundtisch, pneumatische Lineareinheiten, Greifer, Profilsystem, Ventilinseln, Sensoren und Steuerung kommen von unterschiedlichen Herstellern und die Schnittstellen sind nicht klar definiert. Bei mechanisch betriebenen Anlagen kann hingegen bis zu 70% auf Standardkomponenten aus einem aufeinander abgestimmten Baukastensystem zurückgegriffen werden. Dieses 30%ige Standardplus und der niedrige Aufwand für Maschinen- und Elektrokonstruktion, Programmierarbeiten sowie Montagearbeiten für Elektro- und Pneumatikinstallation reduzieren in der Regel die Produktionskosten und die Produktionszeit des Montagesystems erheblich.

Doch es zeigte sich auch: Das Bessere ist nicht immer das Teurere. Denn berücksichtigt man darüber hinaus die Robustheit und, dass das mechanische Grundsystem ohne speicherprogrammierbare Steuerung auskommt, kommen während der Betriebslaufzeit weitere Einsparungen hinzu. Bezieht man dann noch alle Lebenszyklus-Kosten ein, die in der automatisierten Produktion eine Rolle spielen, – Strom- und Druckluftkosten, Instandhaltungs- und Personalkosten gehören unter anderem dazu –, gewinnt das mechanische Konzept erneut. Ihre Lebenszykluskosten unterbieten die einer pneumatischen Anlage um etwa 25%.

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