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Zerspanung außerhalb der Tischmitte
Die simulierte Y-Achse eröffnet dem Produzierenden eine Vielzahl von Möglichkeiten. Denn plötzlich kann er mit seiner Dörries-Vertikaldrehmaschine auch Bohrungen einarbeiten und Gewinde schneiden, wenn diese nicht zur Tischmitte zeigen. Möglich ist aber auch die Bearbeitung von Nuten mit achsparallelen, außermittig liegenden Seitenflächen. Doch alle neuen außermittigen Zerspanungsprozesse besitzen einen gemeinsamen Nenner. Queins: „Die koordinierten Drehbewegungen der beiden Rundachsen C und CY stellen sicher, dass das Werkzeug immer korrekt auf das Werkstück ausgerichtet ist.“
Nicht nur diese technische Aspekte, sondern auch weitere Pluspunkte sprechen für die simulierte Y-Achse: Die Vorteile analysierten die Mönchengladbacher an zwei typischen Vertikaldrehmaschinen des Typs VCE 2800 und VC 3500 mit einem Umlaufdurchmesser von 2800 mm beziehungsweise 3500 mm. „Die Investition fällt im Vergleich zu einer Maschine mit zusätzlicher linearer Y-Achse rund 30 % günstiger aus“, fasst Verkaufsleiter Hubert Erz zusammen. „Diese Einsparung nimmt mit der Größe der Maschine zu, weil dann der technische Aufwand für die zusätzliche lineare Achse steigt.“
Achtteiliges Vorteilsspektrum für die Anwender:
- 1. Der Anwender kann mit geringem zusätzlichen technischen Aufwand auf einer Vertikaldrehmaschine außermittig fräsen, bohren und Gewinde schneiden;
- 2. Die Investition sinkt im Vergleich zu einer klassischen Maschine mit dritter Linearachse um rund 30 %;
- 3. Die Aufstellfläche halbiert sich.
- 4. Die Kosten für die Erstellung des Fundaments reduzieren sich um etwa 40 %;
- 5. Es entfällt der sonst stets nötige Umbau einer Einständermaschine in ein Portalbearbeitungszentrum;
- 6. Im Vergleich zur klassischen Y-Achse werden weniger Massen bewegt wodurch der Energiebedarf sinkt;
- 7. Eine typische Dörries-Vertikaldrehmaschine lässt sich auch nachträglich um die Funktionalität des Off-Centerline-Machining erweitern;
- 8. Die Lieferzeit für Neumaschinen verkürzt sich auf 12 bis 13 Monate (statt sonst 14 bis 15 Monate bei einer klassischen Drehmaschine mit zusätzlicher Y-Achse).
Die erste Referenzmaschine am Start
„Wir haben mit einem Kunden vor kurzem bereits die erste Referenzmaschine realisiert, die sich aktuell im Aufbau befindet“, sagt der Verkaufsleiter. Nach Gesprächen mit potenziellen Kunden war klar, dass großes Interesse an dieser Lösung besteht, so Erz. Das betrifft aber auch Kunden, die bereits eine Vertikaldrehmaschine besitzen und sich für eine Nachrüstung interessieren. Infrage kommt das Nachrüsten besonders für Lohnfertiger, denn ihnen bietet die simulierte Y-Achse eine preiswerte und technisch unkomplizierte Erweiterung ihres Angebotsspektrums. Die Zusatzoption eignet sich u.a. für Unternehmen aus den Branchen Windenergie sowie Öl und Gas. Der erste Kunde werde auf der Referenzmaschine Drehmomentstützen für Windkraftgetriebe fertigen. Diese neue Option gilt laut Erz als ein erneutes Beispiel, wie Starrag seinen Claim „Engineering precisely what you value“ in die Tat umsetzt.
MM
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