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Spannsysteme So fixiert man bewegliche Komponenten sicher und lösbar

Redakteur: Peter Königsreuther

Die hydrodynamisch wirkenden Federspannzylinder der ZSF-Baureihe von Jakob Antriebstechnik gibt es bisher in neun Baugrößen. Und das können sie...

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Mit den hydromechanischen Federspannzylindern der Baureihe ZSF von Jakob Antriebstechnik stehen für viele Aufgaben jetzt robuste und zuverlässige Systeme bereit.
Mit den hydromechanischen Federspannzylindern der Baureihe ZSF von Jakob Antriebstechnik stehen für viele Aufgaben jetzt robuste und zuverlässige Systeme bereit.
(Bild: Jakob Antriebstechnik)

Die neun Federspannzylinder im ZSF-Portfolio bestehen aus brüniertem Vergütungsstahl und bringen je nach Größe eine Nennspannkraft zwischen 16 kN und 350 kN ins Geschehen, heißt es. Sie sind zwischen -30 und 100 °C einsetzbar, wobei die Einbaulage egal ist, merkt Jakob an. Der kleinste hat einen Außendurchmesser von 60 mm und wiegt 2 kg, der größte misst 200 mm und bringt rund 60 kg auf die Waage.

Diese Federspannsysteme sollen überall dort punkten, wo verschiebbare oder bewegliche Maschinenteile zeitweise geklemmt oder arretiert werden müssten. Auch im Vorrichtungsbau und für die Werkstück- respektive Werkzeugklemmung sind sie laut Hersteller ideal geeignet.

Spannkonzept mit hoher Betriebssicherheit

Die Federspannsysteme arbeiten in Wechselwirkung mechanisch-hydraulisch, erklärt Jakob. Die Spannkraft wird dabei mechanisch durch ein vorgespanntes Tellerfederpaket aufgebaut. Die Hydraulik wird nur für den Lösehub der Elemente benötigt, wodurch der Zuganker respektive der Druckbolzen gelüftet wird, heißt es weiter. Dieses Konzept gilt als besonders betriebssicher, weil die Spannkraft unabhängig von Öldruck oder Leckageverlusten stets in voll erhalten bleibe. Bei dieser Arbeitsweise wird der Druck- beziehungsweise Zugkolben wechselseitig von dem Tellerfederpaket oder dem Hydraulikdruck beaufschlagt. Das bedeutet, dass das Federpaket mit steigendem Öldruck komprimiert wird und sich die Federkraft.

Bei Einstelldruck wird die entsprechende Nennklemmkraft als Reaktionskraft des Tellerfederpakets erreicht. Zum Lösen der Druck- oder Zugkolben ist ein höherer Hydraulikdruck erforderlich, der bis zu einem Maximalwert proportional zum Lösehub ist, so Jakob. Das heißt, dass der Einstelldruck nur bei der Erstmontage zur exakten Kraftjustierung benötigt wird. Im eigentlichen Betriebszyklus werden die Zylinder dann entweder drucklos oder mit Lösedruck gefahren.

Viele Anwendervorteile, wenn man alles richtig macht

Bei Federspannzylindern wird in die Gewindebohrung des Zugkolbens ein Spanndorn oder Zuganker eingeschraubt und gesichert (auf Anfrage auch einstückig beziehungsweise auch mit Sondergewinde lieferbar). Für den Betrieb ist ein Hydraulikaggregat nötig, das mit einem Manometer, einem Druckbegrenzungsventil, einem Schaltmagnetventil und einem Druckschaltgerät ausgestattet sein sollte, empfiehlt Jakob.

Die hydromechanischen Federspannsysteme könnten mit vielen Vorteilen punkten: Durch die kurzen Betriebszeiten des Hydraulikaggregats bieten sie in wirtschaftlicher Hinsicht Vorteile. Die Anschaffungskosten seien gering, die Betriebssicherheit hoch und die Anwendungsbereiche recht vielfältig bei bei einfacher Bedienbarkeit.

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