Suchen

Maschinen für die Windkraft So klappt die Direktinfusion von PU-Rotorblättern

| Redakteur: Peter Königsreuther

Vor einiger Zeit berichtete Covestro über die Herstellung eines PU-Rotorblattes in Rekordlänge. Jetzt stellt das Unternehmen die Maschine vor, die dabei hilft.

Firmen zum Thema

Covestro hat diese spezielle Maschine für die Verarbeitung von Hochleistungs-Polyurethanharz für Windkraft-Rotorblättern entwickelt. Per Direktinfusion wurde ein 64,2-m-Rotorblatt hergestellt.
Covestro hat diese spezielle Maschine für die Verarbeitung von Hochleistungs-Polyurethanharz für Windkraft-Rotorblättern entwickelt. Per Direktinfusion wurde ein 64,2-m-Rotorblatt hergestellt.
(Bild: Covestro)

Das Unternehmen Goldwin aus China, informierte Covestro vor einiger Zeit, hat ein 64,2-m-Rotorblatt hergestellt, dessen Matrix aus Polyurethanharz besteht und nicht aus den üblichen Kunststoffen – der MM berichtete.

Die jährlich zweistellig steigenden Zuwachsraten in Sachen Windkraftkapazität lässt den Ruf nach immer günstigeren Herstellungsverfahren für Windraftkomponenten immer lauter werden, heißt es weiter.

Deshalb hat Covestro, seines Zeichens Polyurethan-Experte, dem chinesischen Hersteller jetzt eine spezielle Baulé-Infusionsmaschine, das sind Niederdruck-Dosiermaschinen mit standardmäßigen Entgasungs-, Dosier- und Mischfunktionen, zur Verfügung gestellt, mit der die Verarbeitung der Matrixalternative zu Epoxidharz & Co. besonders produktiv wird. Genauer gesagt, stammt die Anlage von der Division Covestro Elastomers.

Hochpräzise Dosierung und Echtzeit-Datenmanagement

Die Maschine ist so ausgelegt, dass sie die relativ großen Harzmengen schnell und produktiv verarbeiten kann. Auch den Vakuumprozess konnte man verbessern. Die Maschine dosiert außerdem sehr genau, mit einem großen variablen Ausstoß, der durch In-Mold-Druck gesteuert wird. Sie nutzt auch ein Echtzeit-Datenmanagement und verfügt über eine exakt arbeitende Temperaturregelung. So klappt eben auch die Herstellung von 64,2-m-Rotorblättern wirtschaftlich.

„Die erfolgreiche Herstellung des langen Rotorblatts unter Verwendung des Polyurethanharzes hat bewiesen, dass unsere Baulé-Maschine für das Direktinfusionsverfahren geeignet ist“, äußert sich Simon Chen, Leiter von Covestro Elastomers in der Region Asien-Pazifik.

(ID:46812956)