SKF Black Design

So werden Lager in Compositewerkstoffe richtig integriert

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Der alternative SKF-Ansatz:

SKF Black Design basiert auf Konzepten, die die Problematik der Belastung außerhalb der Ebene durch Anpassung der Bauteilgeometrie lösen. Das erste Konzept besteht darin, die Bauteilgeometrie und die Lagenanordnung so zu gestalten, dass das Harz beim Einbringen des Bauteils in die Anwendung unter Druck bleibt. Das Harz hält eine wesentlich höhere Druck- als Zugspannung aus, und die Druckbeanspruchung verbessert auch die Schubbeanspruchbarkeit des Harzes. Diese Design-Philosophie wird seit jeher in der Konstruktion von Bauwerken wie Bögen und Brücken angewendet, bei denen die Strukturbauteile unter Druck gehalten werden müssen. Bild 2 zeigt, wie wenig belastbar das Harz unter Zugspannung ist, und wie sich die Druckbeanspruchung auf die Schubbeanspruchbarkeit des Harzes auswirkt.

Bild 2: Das Matrixharz in Composites verträgt Zugspannungen nicht so gut. Zu erkennen ist hier auch, wie sich Druckbelastungen auf das Schubverhalten auswirken. Spannungsdiagramm für das Harz: 1. Druckspannung, 2. Zugspannung, 3. Schubspannung, 4 Normalspannung, 5. SKF-Konzepte für Harzarbeiten unter Druck, 6. akzeptable Spannung im Harz, 7. Ausfallgrenzbereich für das Harz.
Bild 2: Das Matrixharz in Composites verträgt Zugspannungen nicht so gut. Zu erkennen ist hier auch, wie sich Druckbelastungen auf das Schubverhalten auswirken. Spannungsdiagramm für das Harz: 1. Druckspannung, 2. Zugspannung, 3. Schubspannung, 4 Normalspannung, 5. SKF-Konzepte für Harzarbeiten unter Druck, 6. akzeptable Spannung im Harz, 7. Ausfallgrenzbereich für das Harz.
(Bild: SKF)

SKF hat dieses Konzept bei Strukturformteilen anhand der Entwicklung von Halbkugelscheiben mit einer Karbonfasersohle umgesetzt. Diese spezielle Konstruktion verdichtet das Harz ganz von selbst in der Belastungszone außerhalb der Ebene (Bild 3).

Bild 3: Mit zunehmender Belastung steigt der Druck im Bauteil lokal proportional an. Die Gefahr einer Delamination im 90 °-Eckbereich verringert sich. Prinzip der Unterdruckhaltung des Harzes: 1. Aufbauplan, 2. Belastungplan und 3. Zug-/Druckbelastung.
Bild 3: Mit zunehmender Belastung steigt der Druck im Bauteil lokal proportional an. Die Gefahr einer Delamination im 90 °-Eckbereich verringert sich. Prinzip der Unterdruckhaltung des Harzes: 1. Aufbauplan, 2. Belastungplan und 3. Zug-/Druckbelastung.
(Bild: SKF)

Zudem steigt mit zunehmender Beanspruchung des Bauteils die Druckbelastung lokal proportional an, was das Problem der Delamination im 90 °-Eckbereich löst. Unter Zugspannung (Bild 4) wird der CFK-Werkstoff von der Halbkugelscheibe lokal mit Druckspannung beaufschlagt, wodurch das Harz unter Druck gehalten wird.

Bild 4: Formteil unter Zugbelastung: 1. Halbkugelscheibe, 2. Fasern unter Druck und 3. Harz unter Druck.
Bild 4: Formteil unter Zugbelastung: 1. Halbkugelscheibe, 2. Fasern unter Druck und 3. Harz unter Druck.
(Bild: SKF)

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