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Kunststoff-Metall-Verbundteil für die Teletronic der Zukunft
In der Teletronics-Industrie geht es beim Thema Prozessintegration oft um Kunststoff/Metall-Verbundbauteile, wie Engel sagt. Dass man auch für diese Herausforderung passgenaue Lösungen schmieden könne, stelle der Maschinenbauer auf der NPE mit der Herstellung von Thermoschalter-Gehäusen unter Beweis. Vom Stanzen der Kontakte bis zum Prüfen und Beschriften der einsatzbereiten Elektronikbauteile laufen alle Arbeitsschritte vollständig automatisiert ab. Das Rohmaterial für die Messing-Trägerplatten wird direkt von der Rolle zugeführt und inklusive Gewindedurchzug inline vorgestanzt. Das Gewinde wird servoelektrisch geformt, bevor die Trägerplatten – noch am Band – auf einer Engel insert 60V/35 single Vertikalspritzgießmaschine mit glasfasergefülltem Polyamid umspritzt werden. Auch die Qualitätskontrolle erfolgt inline. Zusätzlich zur Kameraprüfung ist hierfür eine Hochspannungsprüfung in das Folgeverbundwerkzeug integriert, die schon während der Fertigung eine hundertprozentige Kurzschlussprüfung garantiert. Um eine lückenlose Rückverfolgbarkeit sicherzustellen, werden die i.O.-Teile mit einem Laser beschriftet, bevor die Anguss- und Unterverteiler entfernt und die Fertigteile vom Band getrennt werden. Alle 20 Sekunden sind acht einbaufertige Teile bereit für den Einsatz.
Hoch integrationsfähige, modulare Prozesstechnik
Die von Engel gemeinsam mit seinem Partner MMS Modular Molding Systems (Österreich) realisierte Fertigungslösung garantiert niedrigste Stückkosten und erreicht zudem eine hohe Flexibilität. Durch den modularen Aufbau der MMS-Systeme können je nach Bedarf weitere Bearbeitungsmodule, zum Beispiel zum Widerstand- oder Laserschweißen, zum Nieten, zur Montage oder zur Reinigung der Bauteile, integriert werden. „Unabhängig von der Anzahl der Module lässt sich der Gesamtprozess über die CC300 Steuerung der insert Maschine visualisieren und steuern“, so Stefan Aberl, Leiter Automatisierung von Engel Nordamerika. Dies reduziert erheblich die Komplexität und vereinfacht deutlich die Bedienung des Gesamtprozesses.“
Herkömmlich werden Thermoschalter, wie sie zum Beispiel zur Überwachung von Elektromotoren im Automobil oder in Weißware Einsatz finden, in einem aufwändigen, mehrstufigen Verfahren hergestellt. In der Regel finden das Stanzen und das Umspritzen der Metallkomponenten sogar an unterschiedlichen Standorten statt. Dies erfordert nicht nur einen erheblichen logistischen Aufwand, sondern auch einen hohen Materialeinsatz, da zwei voneinander unabhängige Prozesse angefahren werden müssen. Gerade bei der Verwendung von Buntmetallen ist dies ein wesentlicher Kostenfaktor.
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