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Engel Austria Spannende Spritzgieß-Innovationen in Florida zu bestaunen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Engels Präsenz auf der NPE2018 vom 7. bis 11. Mai in Orlando beinhalte viele beeindruckende Spritzgießanwendungen, die in den Branchen Automotive, Teletronics, Technical Moulding, Packaging und Medizintechnik punkten sollen. Halle West am Stand W3303.

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Zu den Highlights bei Engel, während der Präsentation des Spritzgießmaschinenherstellers auf der kommenden NPE2018 in Florida vom 7. bis 11. Mai, wird auch die Silikonverarbeitung gehören. Hier ein Beispiel für ein komplex gestaltetes Silikonteil, das Linsen für LED trägt. Engel betont, dass beim zugehörigen Spritzgießprozess hohe Anforderungen bestehen, die mit Engel-Maschinen aber zu meistern sind.
Zu den Highlights bei Engel, während der Präsentation des Spritzgießmaschinenherstellers auf der kommenden NPE2018 in Florida vom 7. bis 11. Mai, wird auch die Silikonverarbeitung gehören. Hier ein Beispiel für ein komplex gestaltetes Silikonteil, das Linsen für LED trägt. Engel betont, dass beim zugehörigen Spritzgießprozess hohe Anforderungen bestehen, die mit Engel-Maschinen aber zu meistern sind.
(Bild: Engel)

Von Automotive über Technical Moulding und Teletronics bis hin zu Medical und Packaging stelle jede Branche ihre ganz spezifischen Anforderungen, wenngleich die übergeordneten Trends prinzipiell die gleichen seien. Prozessintegration und Automatisierung gewinnen deshalb laut Engel Austria in Nordamerika weiter stark an Bedeutung. Gleichzeitig rückten die Themen Digitalisierung und Vernetzung in den Fokus der US-Verarbeiter. Gemeinsam haben diese Entwicklungen, dass sie zu mehr Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit, aber auch zu einer höheren Komplexität der Fertigungsprozesse führen, wie Engel meint. „Als Systemlöser sorgen wir dafür, dass sich auch komplexe Prozesse einfach und sicher beherrschen lassen“, ergänzt Mark Sankovitch, Geschäftsführer von Engel Machinery, aus Pennsylvania.

Fix und fertiges Autoteil aus der kompakten Fertigungszelle

Erstmalig in Nordamerika präsentiere man eine vollständig automatisierte, integrierte Fertigungszelle für den Decoject-Prozess. Diese Technologie vereint Spritzgießen mit IMG (In-Mould Graining) und stößt damit für die Produktion hochwertiger Autokomponenten, wie Engel sagt, in neue Machbarkeitswelten vor. Im Unterschied zum üblichen IMD (In-Mould Decorating) werde nicht einfach der Lack von der Folie aufs Bauteil übertragen, sondern die Folie werde ausgestanzt und verbleibe so am Bauteil. Mit diesem Vorgehen kommen zusätzlich zu Farbe und Muster auch Oberflächenstruktur und Haptik ins Spiel, heißt es. Gleichzeitig werde die Kratzfestigkeit der Oberflächen deutlich besser. „Decoject bietet uns auch für kleine Losgrößen eine extrem wirtschaftliche Möglichkeit, Spritzgießteile optisch aufzuwerten und die Oberflächen im Fahrzeuginnenraum zu harmonisieren“, betont Larry Alvey, Leiter der Business Unit Automotive von Engel in Nordamerika.

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Engel wird dazu auf einer duo 5160/1000 Türbrüstungen für den Einsatz im Pkw produzieren, die ganz unterschiedliche Oberflächenstrukturen aufweisen: Von einer anspruchsvollen Ledernarbung inklusive Naht bis zum modernen Carbon-Look. Die Decoject-Dünnfolien wurden von Benecke-Kaliko, einem Mitglied der Continental Gruppe mit Sitz in Hannover, Deutschland, entwickelt, wie Engel erklärt.

Designwechsel in wenigen Minuten machbar

Um den Prozess zu starten, wird die Folie von der Rolle ins geöffnete Werkzeug eingezogen, von einem IR-Strahler, der sich am Robotergreifer befindet, aufgeheizt und mit Vakuumkraft direkt im Spritzgießwerkzeug vorgeformt. Unmittelbar darauf werde die Folie mit Polypropylen hinterspritzt und ausgestanzt, bevor der Roboter das Bauteil entnimmt und für den Feinbeschnitt zur integrierten Laserstation transferiert. Alle 60 Sekunden verlasse ein einbaufertiges Bauteil die Fertigungszelle. Ein Designwechsel erfordert laut Engel nur wenige Minuten für den Austausch der Folienrollen, womit sich die Losgröße nicht länger in den Stückkosten bemerkbar macht. Um zusätzlich Rohmaterial zu sparen, komme die Mucell-Schaumspritzgießtechnologie von Trexel (Wilmington, MA, USA) zum Einsatz. Weitere am Projekt beteiligte Partnerfirmen sind Georg Kaufmann Formenbau (Schweiz), Galvanoform Gesellschaft für Galvanoplastik (Deutschland), Hrsflow (Italien), ICO System international coating (Deutschland) und Borealis (Österreich).

Mit seiner hohen Automatisierungskompetenz leiste man einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit und Flexibilität des Verfahrens. Das Aufheizen der Folien und die Bauteilentnahme aus dem Werkzeug übernimmt ein Engel viper Linearroboter. Zudem ist ein Engel easix-Knickarmroboter gemeinsam mit der Laserstation für den Feinbeschnitt der Folien in einer direkt neben der Schließeinheit der Spritzgießmaschine platzierten easicell integriert. Dank ihres standardisierten und modularen Aufbaus ermögliche die von Engel entwickelte Automatisierungszelle die äußerst platzsparende Integration von Robotern sowie dem Spritzgießen vor- und nachgelagerten Prozesseinheiten. Hinzu kommt, dass sie die Komplexität der Anwendung deutlich reduziert, heißt es. Der Gesamtprozess ließe sich über die CC300-Steuerung der Spritzgießmaschine bedienen.

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