Kabel Stabile Kabel für Lackierroboter in der Automobilindustrie

Autor / Redakteur: Frank Rothermund / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Die extremen Biege- und Rotationsbewegungen, die ein Lackierroboter in der Automobilindustrie ausführen muss, um alle Stellen zu erreichen, erfordern sehr große Flexibilität, Stabilität und Langlebigkeit von allen verwendeten Komponenten. Mit am höchsten sind die eingesetzten Kabel und Leitungen gefordert.

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Lackierroboter für die Automobilindustrie müssen besonders robust sein. Vor allem ihre hohe Flexibilität stellt enorme Anforderungen an die Kabel und Leitungen.
Lackierroboter für die Automobilindustrie müssen besonders robust sein. Vor allem ihre hohe Flexibilität stellt enorme Anforderungen an die Kabel und Leitungen.
(Bild: Dürr)

Night Hawk Black Pearl, Rouge Luzifer Nacré, Starlight Blue, Hotchilli Red Pearl – was klingt wie die Titel von Actionfilmen oder eine neue Modekollektion, bezeichnet tatsächlich Farb- und Lackvarianten von Automobilherstellern. Schon die Farbbezeichnungen verdeutlichen, dass sich Automobilhersteller auch anhand der Speziallackierungen von der Konkurrenz abheben möchten. Nicht nur häufige Modell- und Farbwechsel sowie neue Lacksysteme haben das Lackieren in der Automobilindustrie zum Hightechsektor gemacht, in dem überwiegend Roboter zum Einsatz kommen.

Extreme Rotationsbewegungen

Eine besondere Herausforderung sind darüber hinaus die schwer zu erreichenden Karosserieteile und der hohe Anspruch an die Präzision bei der Lackierung. Selbst Hightech-Robotersystemen verlangt dieser Einsatzbereich enorme Leistungen ab.

Die extremen Biege- und Rotationsbewegungen, die die Roboter ausführen müssen, erfordern ein Höchstmaß an Flexibilität, Stabilität und Langlebigkeit von allen eingesetzten Komponenten. Das betrifft auch die integrierten Leitungen und Kabelsysteme für den Antrieb und die Steuerung der Robotersysteme, denn wenn dort ein Fehler auftritt, kann das gesamte Produktionsband zum Stillstand kommen (Bild 1).

Die süddeutsche Dürr AG ist ein globaler Systempartner der Automobil- und Zulieferindustrie und Weltmarktführer in der La-ckier-, Auswucht- und Reinigungstechnik. Der Geschäftsbereich ADP/Systems Robotik bei Dürr stellt Lackierroboter her. Dazu konstruiert und programmiert Dürr nicht nur mitfahrende oder ortsfeste Lackierroboter für die Außen- und Innenlackierung, sondern auch sogenannte Handhabungsroboter: kleine intelligente Helfer, die Autotüren und -hauben öffnen, halten und schließen können.

Ob Melfi, Dingolfing oder Shanghai: Die Robotersysteme kommen auf der ganzen Welt zum Einsatz. Alleine in den vergangenen drei Jahren stieg die Zahl der weltweit installierten Dürr-Roboter auf 7300 Stück. Für die Verkabelung, beispielsweise des Antriebs- und Steuerungssystems, das die Roboter erst zum Laufen bringt, setzt Dürr auf die Kompetenz der Lapp-Gruppe.

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