Stahlverfügbarkeit Stahl als Mangelware

Autor: Dorothee Quitter

Die Industrie und der Welthandel erholen sich schneller als erwartet aus dem coronabedingten Stillstand im letzten Jahr. Nun kann die runtergefahrene Stahlproduktion die Nachfrage in Deutschland nicht mehr bedienen und Importe sind problematisch. Eine Momentaufnahme.

Laut Wirtschaftsvereinigung Stahl ist die Rohstahlproduktion in Deutschland im Februar 2021 um 10,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken.
Laut Wirtschaftsvereinigung Stahl ist die Rohstahlproduktion in Deutschland im Februar 2021 um 10,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken.
(Bild: ©industrieblick - stock.adobe.com)

Die Stahllager sind leer. Das Wiederhochfahren der Produktion verläuft holprig. Die Stahlwerke sind teilweise weiter in Kurzarbeit, produzieren noch immer nicht analog zur Nachfrage. Für den Flachstahlmarkt sieht der Industrieverband Blechumformung (IBU) sogar eine Verschärfung der Situation seit Anfang des Jahres. Seine Mitglieder haben das Problem, dass Stahl aus Hüttenwerken und Service-Centern nur unzureichend verfügbar ist. In laufenden Kontrakten komme es immer wieder zu erheblichen Minderzuteilungen und Verzögerungen. Die Deckung von Ersatz- und Zusatzmengen werde immer schwieriger, weil kaum noch Bestände vorhanden sind.