Steckverbinder Strukturierte Verkabelung für den Maschinen- und Anlagenbau
Mit einer neuen Hardwareanschlusstechnik für die Datennetztechnik soll sich die strukturierte Verkabelung auch im Maschinen- und Anlagenbau durchsetzen. Das soll nicht nur die Prozesssicherheit beim Verkabeln erhöhen, sondern auch die Montage beschleunigen.
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Die strukturierte Verkabelung ist nicht mehr nur auf das Gebäude beschränkt. Längst haben andere Branchen die Vorteile dieser Verkabelungsphilosophie erkannt und setzen sie ebenfalls ein – natürlich nicht ohne sie entsprechend anzupassen und weiterzuentwickeln.
Harting hat mit der neuen Anschlusstechnik Prelink diese Entwicklung beschleunigt – obwohl das so gar nicht geplant war. Die Anschlusstechnik sollte ursprünglich primär den Installationsprozess bei der Errichtung einer Verkabelungsanlage revolutionieren – also vor allem dem Installateur Vorteile bieten. Das ist auch gelungen.
Nun aber beschäftigen sich immer mehr findige Ingenieure im Maschinen- und Anlagenbau mit dieser Technik. Kann sie sogar Schnittstellen im Gerätebau ersetzen? Wo liegt das Geheimnis dieser Technik? Und was ist alles noch von ihr zu erwarten?
Steckverbinder werden in zwei robuste Einheiten zerlegt
Die neue Anschlusstechnik basiert auf der Idee, Steckverbinder – also Stecker und Buchsen – in zwei robuste und einfach zu handhabende Einheiten zu zerlegen. Die erste Einheit ist der Stecker oder die Buchse selbst – allerdings ohne Kabelanschluss, also ohne Schneidklemmtechnik (IDC-Klemmen) oder ähnliches. Diese Prelink-Bauteile gibt es mit unterschiedlichen Steckgesichtern, wie sie in der Datennetzwerktechnik üblich und standardisiert sind, also in RJ45- oder M12-Ausführung. Sie sind immer in Zinkdruckguss ausgeführt und somit sehr stabil.
Die zweite Einheit ist der Prelink-Abschlussblock. Dabei handelt es sich um einen genormter Anschlusswürfel, der acht IDC-Kontakte beinhaltet. Dieser kleine Würfel passt in alle Komponenten mit dieser Anschlusstechnik, kann Massiv- und Litzenleiter unterschiedlicher Querschnitte aufnehmen und ist das Herzstück dieser Technik.
Der Abschlussblock nimmt maximal acht Adern auf, die mittels der Prelink-Montagezange am Kabel in einem Arbeitsgang verkrimpt werden. Das so abgeschlossene Kabel kann dann jederzeit in ein Prelink-Bauteil, wie zum Beispiel eine RJ45-Buchse oder einen M12-Stecker, eingerastet werden. Damit ist die Schnittstelle betriebsbereit (Bild 1).
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