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Schraubenkompressoren

Synchronreluktanz-Motor verbessert den Wirkungsgrad

| Redakteur: Rebecca Vogt

Kaeser hat seine frequenzgeregelte ASD-Kompressoren-Reihe erstmals mit einem Synchronreluktanz-Motor ausgerüstet. Vor allem im Teillastbereich weist dieser dem Unternehmen zufolge deutlich geringere Verluste auf als Asynchronmotoren.

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Die frequenzgeregelte Variante der ASD-Schraubenkompressoren von Kaeser gibt es nun auch mit einem Synchronreluktanz-Antriebssystem von Siemens.
Die frequenzgeregelte Variante der ASD-Schraubenkompressoren von Kaeser gibt es nun auch mit einem Synchronreluktanz-Antriebssystem von Siemens.
(Bild: Kaeser Kompressoren)

Die Schraubenkompressoren der ASD-Baureihe bieten dem Anwender einen Volumenstrom von 3,15 bis 5,5 m³/min. Nun bringt Kaeser diese Kompressoren mit einer neuen Antriebstechnik auf den Markt. Die Lösung wurde zusammen mit Systempartner Siemens entwickelt. Wie Kaeser mitteilt, konnte durch die neue Antriebstechnik im Teillastbereich eine Verbesserung des Wirkungsgrads von bis zu 10 % erreicht werden.

Die Synchronreluktanz-Antriebssysteme von Siemens wurden, wie Kaeser mitteilt, vor dem Hintergrund einer neuen Energieeffizienz-Norm entwickelt. Die EN 50598 betrachte nicht nur die Einzelwirkungsgrade von Antrieben, sondern rücke die Systemwirkungsgrade in den Mittelpunkt der ökologischen Betrachtung. Frequenzgeregelte Antriebslösungen würden somit nach ihrer ganzheitlichen Wirksamkeit beurteilt, heißt es.

Die neue Standardmotorenreihe vereint laut Kaeser die Vorteile von Asynchron- und Synchronmotoren in einem Antrieb. Im Läufer würden weder Aluminium oder Kupfer noch teure Seltene-Erden-Magnete verwendet. Stattdessen reihten sich Elektrobleche mit spezieller Profilierung aneinander. Das mache den Antrieb robust und servicefreundlich – wie man es von Asynchronmaschinen kenne, so der Hersteller.

Energieeffizientes Antriebssystem

Im Vergleich zeigt der Synchronreluktanz-Motor deutlich bessere Wirkungsgradwerte.
Im Vergleich zeigt der Synchronreluktanz-Motor deutlich bessere Wirkungsgradwerte.
(Bild: Kaeser Kompressoren)

Die Regeleigenschaften hingegen seien mit denen von Synchronmotoren vergleichbar, heißt es. Reluktanzmotoren würden durch die spezifische Läuferkonstruktion eine hohe Dynamik aufweisen. Im Läufer finde keine zusätzliche Erwärmung aufgrund von Stromfluss statt. Kaeser zufolge ist die optimale Anpassung des gesamten Antriebssystems, also von Frequenzumrichter und Motor, entscheidend.

Durchschnittlich könnten mit dem neuen Antriebskonzept laut Kaeser rund 450 Euro pro Jahr an Energiekosten eingespart werden – gerechnet bei rund 6000 Betriebsstunden und zehn Cent pro Kilowattstunde. Anwender erhielten ein hohes Maß an Flexibilität hinsichtlich Einsatzfall beziehungsweise Umgebungsbedingung aber auch in Bezug auf das Lastverhalten.

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