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Materialmix

Synthesekautschuk und Aramid-Gewebe als Schutzengel-Duo

| Redakteur: Peter Königsreuther

In Zeiten der ständig steigenden technischen Anforderungen sind anwendungsgerechte Produkte zumeist nur durch die Kombination von Werkstoffen möglich. Ein Mix aus Butylkautschuk und Aramid-Gewebe etwa, kann in dieser Hinsicht einige Probleme lösen.

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Die Tec-Joint AG im Schweizerischen Altdorf kombiniert jetzt Folien aus Butylkautschuk (Isobuten-Isopren-Kautschuk, IIR), auch bekannt durch latexfreie Schutzhandschuhe, mit Aramid-Gewebe, wie es heißt. Dieser Materialmix bringe in Sachen Schutzfaktor für viele Anwendungen attraktive Vorteile – zum Beispiel für die E-Mobility.
Die Tec-Joint AG im Schweizerischen Altdorf kombiniert jetzt Folien aus Butylkautschuk (Isobuten-Isopren-Kautschuk, IIR), auch bekannt durch latexfreie Schutzhandschuhe, mit Aramid-Gewebe, wie es heißt. Dieser Materialmix bringe in Sachen Schutzfaktor für viele Anwendungen attraktive Vorteile – zum Beispiel für die E-Mobility.
(Bild: S. Schulze)

Die Tec-Joint AG in Altdorf (Schweiz) ist ein Tochterunternehmen des international aktiven Schoop Konzerns und auf die Produktion und Weiterverarbeitung von Platten, Folien und Multilayern nach Kundenspezifikationen spezialisiert. Im Rahmen der E-Mobility, heißt es etwa, ist eine der oben angedeuteten Aufgabenstellungen beispielsweise die Suche nach einem wirksamen Schutz gegen Splitter und andere Projektile, die aufgrund explosionsartiger Ausdehnung entstehen können.

Kautschuk-Faser-Materialmix mit herausragenden Einzelkomponenten

Das Anforderungsprofil in diesem Bereich sei jedoch breit gefächert. Die Kombination von Butylkautschuk (IIR = Isopren-Isobytylen-Kautschuk) mit Aramid-Geweben eröffnet dabei sehr innovative technische Anwendungsfelder, heißt es. Und das sind in diesem Zusammenhang die besonderen Eigenschaften der einzelnen Komponenten: Die Aramidfasergewebe zeichnet sich durch eine sehr hohe Zugfestigkeit und Schlagzähigkeit sowie ihre hohe Bruchdehnung und gute Schwingungsdämpfung aus. Darüber hinaus ist das Material hitze- und feuerbeständig bis circa 360 °C.

Platten und Folien aus Butylkautschuk überzeugen laut Tec-Joint vor allem wegen ihrer sehr geringen Gasdurchlässigkeit im Vergleich zu allen anderen Kautschuktypen (gegenüber Naturkautschuk nur ein Zehntel des Wertes). Bedingt durch ihre gute Beständigkeit gegen Wärme, Sauerstoff, Ozon sowie durch die gute Alterungs- und Kältebeständigkeit ist der Werkstoff für alle Außeneinsätze ideal geeignet, so Tec-Joint. Die allgemein gute Chemikalienbeständigkeit und die sehr gute elektrische Isoliereigenschaft erweitern das Anwendungsspektrum außerdem, heißt es. Die einstellbare Härte reicht von 40 bis 85 Shore A.

Schützende Materialkombination für viele Anwendungen

Die möglichen Paarungen der beiden Werkstoffe ermögliche die Herstellung von Panzerungen und Schutzausrüstungen. In Form von Dichtungsbändern, die für zahlreiche industrielle Einsätze denkbar seien, punkte dieser Materialmix zusätzlich. Entsprechend der Kundenanforderungen, produziert Tec-Joint nach eigenen Angaben aus diesen Werkstoffkombinationen Platten und Folien in Dicken von 0,5 bis 6 mm mit Aramid-Geweben von beispielsweise 0,5 oder 1 mm Dicke.

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