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Schunk Expert Days Systemintegratoren sind der Schlüssel zum Erfolg der Servicerobotik

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Auf den Schunk Expert Days diskutierten Experten aus aller Welt zwei Tage über die Zukunft der Servicerobotik. Die Anzahl der Anwendungen steigt deutlich, aber es besteht auch der Bedarf an entsprechenden Systemintegratoren.

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In der begleitenden Ausstellung zu den Expert Days konnten die Teilnehmer die Roboter in Aktion erleben.
In der begleitenden Ausstellung zu den Expert Days konnten die Teilnehmer die Roboter in Aktion erleben.
(Bild: Kroh)

Serviceroboter sind auf einem neuen Level angekommen. Bei den siebten Schunk Expert Days on Service Robotics wurde deutlich, dass es noch nie so viele marktnahe Anwendungen in der Servicerobotik gab und noch nie eine solche Dynamik. „Die Zeit für die Servicerobotik ist reif”, betonte Henrik A. Schunk, geschäftsführender Gesellschafter der Schunk GmbH & Co. KG, in seiner Begrüßung. Für ihn ist auch der breite Einstieg von Google in die Welt neuartiger Roboter ein gutes Signal für potenzielle Anwender und Investoren.

Den wirtschaftlichen Nutzen aufzeigen

In den ersten Jahren waren die Expert Days laut Dr. Roko Tschakarow, Bereichsleiter mobile Greifsysteme bei Schunk, noch sehr von der Forschung und Entwicklung geprägt gewesen. „Jetzt gelangen diese Ideen in die reale Welt.” Daher gilt es nach Ansicht von Prof. Dr. Henrik I. Christensen vom Georgia Institute of Technology nun Geschäftsmodelle zu entwickeln, wie der Markt konkret erschlossen werden kann. „Den Kunden muss dabei der wirtschaftliche Nutzen der Serviceroboteranwendung aufgezeigt werden”, urteilte Christensen auf der zweitägigen Veranstaltung. Im EU-Rahmenprogramm „Horizon 2020“ wurden als die wichtigsten Wachstumsfelder das Gesundheitswesen, die Landwirtschaft und die industrielle Produktion identifiziert.

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Die Sprache der Anwender sprechen

Der Schlüssel für den weiteren Erfolg der Servicerobotik liegt nach Einschätzung von Tschakarow in Systemintegratoren, die die Lücke zwischen Forschung und Komponentenherstellern auf der einen und Anwendern auf der anderen Seite schließen sollen. „Sie müssen aus der Sicht der künftigen Anwender denken und deren Sprache sprechen, denn viele Menschen, die Serviceroboter in Zukunft wie selbstverständlich nutzen werden, haben keinerlei Bezug zur Robotik.”

Was bereits möglich ist zeigte Dr. Claus Risager, Partner & Director des Servicerobotik-Startups Blue Ocean Robotics aus Dänemark, auf: Ob die robotergestützte Montage von Glaswänden, die Handhabung unsortierter Teile oder einen Trainingsroboter für autistische Kinder – das Unternehmen hat bereits mehrfach bewiesen, wie serienreife und wirtschaftliche Roboterlösungen entwickelt werden können.

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