Anbieter zum Thema
Ob ein Thema in diesem Sinne überhaupt moderierbar ist, muss vorab geklärt werden. Die Handlungsenergie einer Gruppe sagt beispielsweise viel über die Relevanz einer Aufgabenstellung im jeweiligen Umfeld aus. Auch die Komplexität eines Problems steuert die Auswahl möglicher Bearbeitungsmethoden. Wie hoch sind die Freiheitsgrade einer Gruppe, um die entwickelten Schritte umzusetzen? Und nicht zuletzt: Wie stehen die Chancen für die Realisierung des erarbeiteten Lösungsansatzes. Wo systemische Moderation zur Alibiveranstaltung verkommt oder ein Auftraggeber im Vorhinein weiß, was hinten heraus kommen soll, ist es besser, die Finger von dem Ansatz zu lassen. Eine gründliche Auftragsklärung vor Aufnahme einer Moderation ist unverzichtbar. Dabei werden die oben aufgeführten Aspekte auf ihre Stimmigkeit innerhalb der Organisation abgeklopft. Leitplanken setzen, nennen dies die Fachleute.
Grundlagen für die Wirksamkeit systemischer Moderation schaffen
Wer die Chancen der Methode für sich und die Bewältigung seiner Aufgaben nutzen will, muss einige Grundlagen schaffen, damit das Tool seine Wirksamkeit tatsächlich entfalten kann. Ohne Überzeugung, dass Mitarbeiter, Kollegen oder Projektpartner einen bereichernden Beitrag zur Lösung einer Fragestellung leisten können, ist systemische Moderation vergebene Liebesmüh‘.
Das Gleiche gilt für das Stichwort Beteiligung: Der Ansatz wird nur in Organisationen funktionieren, die grundsätzlich bereit sind, sich auf Vielfalt einzulassen. Wo die vermeintliche Teilhabe als Feigenblatt eingesetzt wird, verschärft sie durch die Erwartungen, die gegebenenfalls bei den involvierten Menschen geweckt werden, ein Problem nur weiter.
(ID:42455736)