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Unverzichtbar ist letztlich auch ein gutes Stück Mut, neue Wege in der Zusammenarbeit zu beschreite. Gerade die Namen einzelner Methoden lösen häufig Irritation und Widerstand bei den Teilnehmern aus. Erfahrene Moderatoren verzichten auf deren Nennung und kommunizieren lieber die konkrete Vorgehensweise. Besonderes Augenmerk brauchen technische Umfelder: Sie sind bei zwischenmenschlichen Faktoren oft erst einmal unsicher. Gerade Menschen mit technischem Hintergrund sträuben sich meist angesichts bemalter Flip-Charts oder wenn sie sich mit soften Aspekten eines Themas befassen sollen. Ihre Skepsis überwinden die Betroffenen am ehesten mit Hilfe des Spaß-Faktors den die neue Umgangskultur bereithält – und vom sichtbaren Erfolg einer systemischen Moderation.
Moderatorenausbildung ergänzt Zertifizierung zum Projektmanager
In Projekten kann systemische Moderation die Effizienz der Zusammenarbeit deutlich erhöhen – und doch wird der gesamte Themenblock in der Ausbildung von Projektmanagern geradezu sträflich vernachlässigt. Es finden täglich viel zu viele Projekt-Meetings statt, bei denen Projektleiter agieren, die sich nur über den fachlichen Input Gedanken machen und das System völlig außer Acht lassen. Dabei ist Projektarbeit in der Regel durch eine intensive, interdisziplinäre Zusammenarbeit gekennzeichnet.
Professionelle Workshops zu Zielfindung oder Projektstart sind Beispiele für sinnvolle Anwendungen des Ansatzes. Wer sich entscheidet, sich systemisches Wissen anzueignen, kann in zweifacher Weise profitieren: Eine Moderatoren-Ausbildung ist eine wertvolle und praxistaugliche Ergänzung einer Zertifizierung zum Projektmanager – und sie sorgt dafür, dass Moderator wie Projektteam ihre persönlichen Ressourcen optimal einsetzen. MM
* Michaela Stach ist Leiterin der Akademie für Systemische Moderation in 71573 Allmersbach im Tal, Tel. (0 71 91) 97 00 89, Michaela.Stach@Akademie-fuer-Systemische-Moderation.de
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