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Werkzeugschleif- und/oder -erodiertechnik auf der EMO Hannover 2019 Systemtrio erschafft präzise Zerspanungswerkzeuge

| Redakteur: Peter Königsreuther

Zur EMO Hannover präsentiert der Biberacher Schärfspezialist Vollmer seine neue Schleif- und/oder Erodiermaschinen der Vgrind-, Vhybrid- und Vpulse-Baureihe. Halle 6 am Stand F66.

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Die Vgrind 340S von Vollmer ist eins der drei präsentierten Maschinenhighlights in Halle 6 am Stand F66, der EMO Hannover 2019. Sie wurde von den Vollmer-Experten speziell für die Produktion und das präzise Nachschärfen von filigranen Hartmetall-Werkzeugen mit Durchmessern zwischen 0,3 und 12,7 mm getrimmt. Erfahren sie noch mehr zu ihr und den anderen schleif- und erodiertechnischen Innovationen...
Die Vgrind 340S von Vollmer ist eins der drei präsentierten Maschinenhighlights in Halle 6 am Stand F66, der EMO Hannover 2019. Sie wurde von den Vollmer-Experten speziell für die Produktion und das präzise Nachschärfen von filigranen Hartmetall-Werkzeugen mit Durchmessern zwischen 0,3 und 12,7 mm getrimmt. Erfahren sie noch mehr zu ihr und den anderen schleif- und erodiertechnischen Innovationen...
(Bild: Vollmer )

Der dreifaltige Präsentationsreigen beginnt mit der Schleifmaschine Vgrind 340S, die Vollmer erstmals präsentiert, wie es heißt. Damit lassen sich Hartmetallwerkzeuge auch im kleinen Durchmesserbereich zwischen 0,3 und 12,7 mm sehr effizient bearbeiten. Diese Art dünner Bohrer und Fräser komme vor allem im Automobilbau, in der Elektronikindustrie oder der Medizintechnik zum Einsatz, wie Vollmer erklärt. Dort seien zunehmend kompaktere Produkte zu fertigen, deren Komponenten aus Metall- oder Verbundwerkstoffen mit kleinsten Werkzeugen bearbeitet werden müssten. Speziell die Elektronikkomponenten oder medizinischen Geräte rufen, wie Vollmer sagt, nach immer filigraneren Zerspanungswerkzeugen.

Verschleißfreie Bewegungsdynamik

Die Schleifmaschine Vgrind 340S eigne sich nicht nur für die Fertigung von rotationssymmetrischen Werkzeugen, sondern auch zum Nachschärfen derselben. Dabei setzt die Vollmer-Maschine auf Bewährtes aus der Vgrind-Familie: zwei vertikal angeordnete Spindeln für unterschiedliche Schleifscheibensätze, wodurch sich Nebenzeiten reduzieren lassen und fünf aufeinander abgestimmte CNC-Achsen, die eine Interpolation mit kurzen Fahrwegen der Linear- und Rotationsachsen erzielen, was in Folge die Hauptzeiten senkt, so Vollmer. Erstmals seien außer den Rotationsachsen auch die Linearachsen als Direktantriebe (Linearantriebe) ausgelegt. Im Gegensatz zum Kugelgewindetrieb arbeiten sie berührungsfrei und verschleißen deshalb nicht. Auch ist die Maschine mit einer speziellen Schaftlünette ausgestattet, die den Rundlauf des Werkstücks im Bereich von ± 3 µm sicherstellt. Optional ist auch eine Stützlünette für längere Bohrwerkzeuge erhältlich.

Bis zu 900 Werkzeuge mannlos einsetzbar

Mithilfe der bestehenden und intuitive bedienbaren Software Numrotoplus lässt sich die Werkzeugfertigung in 3D simulieren und im Vorfeld eine Kollisionsüberwachung durchführen. Das höhenverstellbare und schwenkbare Touchscreen-Bedienpult und die großzügige Einsicht in die Bearbeitungsräume sorgten für bedientechnische Ergonomie.

Zu den Optionen in Sachen Automatisierung zählen das Palettenmagazin HP 160 oder der Freiarmroboter HPR 250, die den mannlosen Einsatz von maximal 900 Werkzeugen mit unterschiedlichen Schaftdurchmessern – rund um die Uhr aufrechterhalten, sagt Vollmer. Für die Schleifscheiben ist die Vgrind 340S mit einem auswechselbaren Abrichter ausgestattet, der die präzisen Rund- und Planläufe der Scheibenpakete sichert.

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Aufrauheinheit sichert Abrasionsfähigkeit

Ein optionaler Taster erlaubt die Schleifscheibenvermessung in der Maschine und die Möglichkeit, das integrierte Greifersystem bei Bedarf immer wieder zu kalibrieren, so Vollmer. Eine Aufrauheinheit übernimmt das „Öffnen“ des Schleifbelages während der Produktion. Zu allem dazu, lassen sich nicht nur Schleifscheibensätze automatisch wechseln sondern auch deren Kühlmitteldüsen.

„Die Bearbeitung von kleinen Werkzeugdurchmessern erfordert viel Fingerspitzengefühl, das wir jetzt durch digitale und mechanische Lösungen unterstützen können. Die Ansteuerung über fünf CNC-Achsen sowie der Einsatz von Stützlünetten garantieren Präzision im unteren einstelligen Mikrometerbereich“, betont Dr. Stefan Brand, Geschäftsführer der Vollmer Gruppe.

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