Suchen

Werkzeugschleif- und/oder -erodiertechnik auf der EMO Hannover 2019

Systemtrio erschafft präzise Zerspanungswerkzeuge

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Herrscherin über Schliff und Erosion

Mit der Vhybrid 360 von Vollmer können Hartmetall- und PKD-Werkzeuge, wie Bohrer, Fräser oder Reibahlen kombiniert in einer Aufspannung geschliffen und erodiert werden. Die konzeptionelle Basis der Vhybrid 360 ist die Mehr-Ebenen-Bearbeitung, die über zwei vertikal angeordnete Spindeln erreicht wird, wie Vollmer erklärt. Die bereits etablierte Vgrind-Schleifmaschinentechnik liefere dafür die Voraussetzung. Bei der Vhybrid 360 lässt sich die untere Spindel sowohl zum Schleifen als auch zum Erodieren nutzen, so Vollmer. Die obere Spindel ist aber ausschließlich für das Schleifen reserviert.

Exakte Schleif- und Erodierergebnisse genießen

Aus der Erodierwelt fließe das Wissen ein, das Vollmer seit über 30 Jahren in puncto Draht- und Scheibenerodieren mit verschiedenen Systemen gesammelt habe. Bei diesem Newcomer ist der Erodiergenerator Vpulse EDM, die Grundlage und das Herzstück des Erfolgs, heißt es. Was das Schleifen betrifft, so sorgt das zukunftsweisende Maschinenkonzept der bestehenden Vgrind-Baureihe für hohe Präzision in der Werkzeugbearbeitung, denn beide Spindeln der Vhybrid 360 sind vertikal im Drehpunkt der C-Achse angebracht, woraus sich eine hohe Profilgenauigkeit und exakte Schleif- und Erodierprozesse ergeben, verspricht der Hersteller. Auch ließen sich die Hauptzeiten bei der Werkzeugbearbeitung durch verkürzte Fahrwege der Linearachsen sowie durch die, wie es heißt, einzigartige Spindelanordnung deutlich reduzieren.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 14 Bildern

Leicht bedienbarer Dauerläufer

Die mannlose Bearbeitung ohne Pause erreicht der Anwender mithilfe verschiedener Automatisierungsoptionen für die Vhybrid 360: das Kettenmagazin HC4 kann etwa bis zu 39 Hohlschaftkegel-Werkzeuge (HSK-A63) aufnehmen und es lassen sich bis zu acht Schleif- und Erodierscheiben inklusive Kühlmittelzufuhr voll automatisiert wechseln, die bei der neuen Anlage, wie Vollmer anmerkt, erstmals über den neu entwickelten Vollmer-Werkzeugmanager verwaltet werden. Mit ihm könnten die Maschinenbediener die Schleif- und Elektrodensätze intuitiv und einfach per Drag-and-Drop auswählen.

Die Bedienung der kombinierten Schleif- und Erodiermaschine setzt auf das bewährte Vollmer-Bedienpultkonzept mit höhenverstellbarem und schwenkbarem Touchscreen. Die Schleif- oder Erodierprozesse werden dabei über die Software Exlevel PRO 3D programmiert, simuliert und überwacht. Mit dem Vollmer-Multifunktions-Handrad lassen sich die Achsen anwählen und verfahren. Darüber hinaus verfügt die Maschine über einen Abrichter für Rotationselektroden und einen integrierten Scheibentaster, der die hochgenaue Vermessung der Schleif- und Erodierscheibenpakete im Prozess übernimmt, wie es weiter heißt.

Egal ob Hartmetall- oder Diamantwerkzeug

Dr. Brand zu diesem System: „Werkzeughersteller sind heute oft Entwicklungspartner ihrer Kunden und in der Planungsphase des Werkzeugs von Anfang an dabei, um eine effiziente Zerspanung verschiedenster Materialien zu erzielen.“ Und egal ob Hartmetall- oder Diamantwerkzeuge gefragt seien, die Vhybrid 360 garantiere aufgrund ihrer hybriden Fertigungsprozesse die präzise Bearbeitung diverser Rotationswerkzeuge.

(ID:46143802)