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Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit im oberen Maschinensegment
In den ersten acht Monaten des vergangenen Jahres haben die taiwanesischen Hersteller Werkzeugmaschinen im Wert von 2,6 Mrd. US-Dollar verkauft. Das waren über 55% mehr als im Vergleichszeitraum des Krisenjahres 2009. Auf dieser Basis wurde am ITRI im Rahmen einer Marktstudie ein Branchenumsatz von gut 4 Mrd. US-Dollar für das gesamte Jahr errechnet.
Danach entfielen 2,8 Mrd. US-Dollar auf den Export. In diesem Jahr sollen es bei einem Umsatz von 5,2 Mrd. US-Dollar schon knapp 4 Mrd. US-Dollar werden. Für Wang ist diese Entwicklung nur mit mehr Wettbewerbsfähigkeit im hochwertigen Maschinensegment möglich. Aufgrund des steigenden Anteils an CNC-Maschinen, der von Januar bis August 2010 bereits knapp 1,9 Mrd. US-Dollar Umsatz ausmachte, sieht nicht nur der Tami-Präsident die Branche auf einem guten Weg.
Taiwan will sich auf Platz 3 der Bestenliste hocharbeiten
Geht es nach der Marktstudie des ITRI, wird das Exportvolumen der taiwanesischen Hersteller in vier Jahren auf 7 Mrd. US-Dollar steigen. Damit peilt Taiwan Platz drei der weltgrößten Lieferanten von Werkzeugmaschinen an – hinter Deutschland und Japan. Man will Italien überholen.
Noch liegt die Branche, die etwa 500 überwiegend kleine und mittelständische Hersteller umfasst, beim Maschinenexport auf dem vierten Platz (beim Umsatz: Platz sechs). Mit dem Freihandelsabkommen ECFA zwischen Taiwan und China, das Mitte vergangenen Jahres unterzeichnet wurde, soll sich das ändern. So erwartet Wang, dass sich „bei Werkzeugmaschinen der Warenverkehr nach China weiter beschleunigen wird, weil für knapp ein Drittel des Branchenexports der Einfuhrzoll entfällt“.
Auf der Timtos 2011 – der 15. internationalen Werkzeugmaschinenmesse Anfang März in Taipeh – rechnet der Tami-Präsident mit vielen Besuchern vom chinesischen Festland.
Taiwan profitiert von Werkzeugmaschinenhunger Chinas
Schon vor dem Abkommen haben die taiwanesischen Hersteller vom steigenden Maschinenbedarf in China besonders profitiert. Seit neun Jahren registriert das ITRI einen Exportzuwachs bei Werkzeugmaschinen mit Sprüngen bis zu 30% – wie im Jahr 2004, als die Nachfrage in China um 42% zunahm und eine offensive Expansion der Branche auf dem Weltmarkt begann.
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