Zerspanung

Tigerstaat Taiwan setzt zum nächsten Sprung an

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Dennoch bleibt der Preisvorteil ein wichtiges Verkaufsargument. Damit dieser Spagat gelingt, werden die Maschinen für den chinesischen Markt vor Ort montiert: Jeder taiwanesische Hersteller hat mindestens ein Werk auf dem chinesischen Festland. Die übrige Welt wird von Taiwan aus versorgt. Das geschieht überwiegend über Vertriebskanäle regional und weltweit agierender Händler.

Hauptgeschäft wird mit Bearbeitungszentren gemacht

Das Gros liegt dabei auf Bearbeitungszentren. Auf sie entfielen im vergangenen Jahr etwa 40% des Branchenumsatzes bei spanenden Maschinen. Bezogen auf den gesamten taiwanesischen Werkzeugmaschinenbau ist dieses Segment das umsatzgrößte. Das gilt auch im Vergleich zur Gruppe der Maschinen für die Blech-, Rohr- und Profilbearbeitung. Hauptanwendungsbereiche sind die Automobil-, Elektro- und Luftfahrtindustrie.

Dazu kommt der Werkzeug- und Formenbau. Dieser Bereich wird zum Beispiel von YCM gemeinsam mit einem Hersteller von Erodiermaschinen bearbeitet. Der Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Verfahrensvorteilen: „Für das Fräsen spricht die Schnelligkeit, dagegen liefert das Erodieren glattere Oberflächen“, sagt Elvis Jiang, Vertriebsmanager beim Maschinenhersteller Chmer in Taichung, wo man mit Bearbeitungszentren das Kerngeschäft Erodiermaschinen abrundet.

Chmer wartet mit Neuheiten beim Erodieren auf

Auf der Timtos 2011 präsentiert Chmer eine neue Maschinentechnik für Erodiermaschinen: mit Linearmotoren als Direktantriebe. Magnete ersetzen somit die Spindel. Dieser Wechsel führt laut Jiang zu viel präziseren Achsbewegungen: Jede Position werde bis auf 0,01 µm genau angefahren. Das schlägt sich in einer besseren Oberflächengüte nieder. Statt eines Ra-Werts von 0,5 wird eine Güte von 0,2 erreicht. Voraussetzung dafür ist eine leistungsfähige Maschinensteuerung.

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