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Ein Meilenstein war damals der Einstieg in Bearbeitungszentren. Vier Jahre später baute man bereits rund 3000 CNC-Maschinen im Monat für den automatisierten Betrieb, überwiegend in Vertikal- und Doppelständerausführung. Dabei handelte es sich größtenteils um Drei-Achs-Bearbeitungszentren. „Das hat sich inzwischen geändert“, bemerkt Wayne Hsueh, Verkaufsmanager beim Maschinenhersteller Victor in Taichung. „Das Maschinenspektrum ist heute umfangreicher.“ Das gelte sowohl hinsichtlich der Bauarten als auch der Größen.
Eigenfertigung von Schlüsselkomponente sorgt für Qualitätssicherheit
Das Tempo, mit dem der Werkzeugmaschinenbau im Tigerstaat Taiwan technisch voranschreitet, ist hoch. Nicht alle Maschinenhersteller bringen die nötige Flexibilität auf, um mit der Entwicklung Schritt zu halten. So umfasst die Wertschöpfung der meisten Hersteller im Wesentlichen die Montage.
Andere wie die Victor Taichung Machinery Works Co., LTD. haben auch eine eigene mechanische Fertigung aufgebaut und die Vorteile bewährter Maschinenkonzepte weltweit führender Anbieter genau studiert. „Inzwischen rüsten wir unsere Bearbeitungszentren mit einigen Komponenten aus, die sogar besser sind als die eines japanischen Wettbewerbers“, erklärt Hsueh.
Um das zu erreichen, werden Schlüsselkomponenten, zum Beispiel Spindeln, selbst hergestellt. Antriebs- und Steuerungskomponenten kaufen die Hersteller dagegen auf dem Weltmarkt ein. Für Maschinengestelle hat man eigene Gießereien. Andere mechanische Komponenten wie Abdeckungen kommen von Zulieferern in der Nähe.
Je komplexer die Technik, umso spezifischer die Kundenanforderungen
Diese Versorgungsstruktur ist beinahe typisch für Maschinenhersteller in Taiwan, die dort bei Werkzeugmaschinen eine führende Rolle spielen. „Sie sichert uns eine hohe Qualität“, sagt David Chuang, Geschäftsführer der Dahlih Machinery Industry Co., LTD. in Taichung. „Gerade die Qualitätssicherung ist uns bei der Erweiterung des Portfolios auf Fünf-Achs-Maschinen sehr wichtig gewesen.“
Mit diesen Maschinen wurden die Anforderungen kundenspezifischer. Das verdeutlicht Chuang bei der Herstellung von Werkzeugmagazinen: „In der Standardausführung übernimmt das ein Zulieferer, kundenspezifische Versionen fertigen wir dagegen selbst.“
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