Zerspanung

Tigerstaat Taiwan setzt zum nächsten Sprung an

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Diese Spezifizierung ist laut Chuang entscheidend, um sich im Portfolio von heimischen Wettbewerbern abzusetzen. Um dabei weiter wachsen zu können, sei jedoch eine stärkere Einbindung von Zulieferern erforderlich. Die Fertigungstiefe bei Dahlih beziffert der Geschäftsführer mit etwa 70%.

Rund 80% der Zulieferer des taiwanesischen Werkzeugmaschinenbaus sitzen in der Region Taichung, dem Zentrum der mechanischen Bearbeitung in der Mitte des Inselstaats. „Von uns aus sind sie höchstens eine knappe Stunde Autofahrt entfernt“, sagt Patrick P. Chen, Geschäftsführer der Yeong Chin Machinery Industries Co., LTD. (YCM).

Auch er sieht in einer stärkeren Einbindung von Zulieferern die Chance, noch besser am Weltmarkt mit kundenspezifischen Maschinen agieren zu können. Die Messlatte für die Zulieferer ist allerdings hoch. Schließlich haben Maschinenhersteller wie YCM den Aufwand für die Komponentenfertigung in die Höhe getrieben, zum Beispiel in der Endbearbeitung, für die deutsche, japanische oder schweizerische Maschinen angeschafft wurden.

Dazu kommt, dass die Produktflexibilität vieler Zulieferer noch nicht sehr ausgeprägt ist. So hält Chen die Variantenvielfalt bestimmter Komponenten für ausbaufähig.

Globaler Trend zur Komplettfertigung führt zu mehr Fünf-Achs-Maschinen

Diese Vielfalt wird auf dem Weltmarkt immer wichtiger. Sie steigt mit dem weltweiten Bedarf nach kundenspezifischen Maschinen. Selbst auf Märkten wie China registriert der YCM-Geschäftsführer „den Wunsch nach automatisierter Komplettfertigung beim Zerspanen“. Das habe laut Chen „auch dort einen Trend zu Fünf-Achs-Bearbeitungszentren ausgelöst, obwohl der Preisunterschied zwischen Drei- und Fünf-Achs-Maschinen erheblich ist“.

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